Insanity - Death After Death

Review

Bei „Death After Death“ handelt es sich um einen Re-Release des 1994er Debütalbums von INSANITY aus San Francisco. Die Band hatte eine unglücklich verlaufende Karriere. 1985 gegründet und ursprünglich Thrash/Speed Metal spielend, wechselten sie hin zum Death Metal. Nach einigen Demos folgte erst 9 Jahre später das nun wiederveröffentlichte Debütalbum. Zu diesem Zeitpunkt war der klassische Todesblei aber im wahrsten Sinne des Wortes schon dem Tode geweiht, und INSANITY erreichten kaum Aufmerksamkeit. Und die vielen Line-Up-Wechsel sowie zwei gestorbene Bandmitglieder waren sicherlich auch nicht der Schlüssel zum Erfolg.

„Death After Death“ wurde nun von Hells Headbangers (nur) auf Vinyl wieder aufgelegt. Wütender Old School Death Metal mit starken Thrash Anleihen, geprägt von einem klassischen Charme. Schnelle, unbarmherzige Riffs, leicht technischer, komplexer Ansatz, meist sehr flott unterwegs, bauten INSANITY auch mal epische Gitarrenwechselspiele wie in „Possession“ und „Rotten Decay“ ein, akustische Passagen wie in „In Memory“, oder nehmen an den richtigen Stellen das Tempo raus, um ordentlich zu grooven. Dazu schön räudiger Gesang, irgendwo zwischen Nasty Ronnie (NASTY SAVAGE) und Jeff Becerra (POSSESSED), wuchtiges Schlagzeugspiel mit massivem Double-Bass-Einsatz und wahnwitzige Soli (SLAYER!). Man kann INSANITY aber auch einfach wie folgt beschreiben: Man nehme die Geschwindigkeit von INCUBUS, füge dunkelste Thrash-Aggressivität Marke POSSESSED hinzu, die Wildheit der ganz frühen DEATH, etwas alte EXODUS und DARK ANGEL, und man hat ein Bild davon, wie INSANITY klingen. Was den Stücken leider fehlt sind einprägsame Refrains, und Übersongs der Marke „Death After Death“ sind auch sehr rar gesät. Und der Sound ist recht schwach mit dünn klingenden Gitarren. Nichtsdestotrotz, Kult ist das Album allemal.

Ich denke, wäre die Band schon Mitte der Achtziger mit ihrem Debütalbum „Death After Death“ aus dem Quark gekommen, hätten INSANITY die Chance gehabt, deutlich mehr zu erreichen. So ging das gute wilde, unbarmherzige Werk aber leider relativ wenig beachtet unter.

30.06.2013

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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