Ken Gellardt vs. Drown - DROWN Vs. KEN GELLARDT Split Experiment

Review

Das kleine Erfurter Label All Life Ends Records versorgte uns bereits vor ein paar Wochen mit einer Split-CD, auf der mit KEN GELLARDT und DROWN zwei viel versprechende Nachwuchskapellen zu hören sind. Split-Experimente gehen gern mal in die Hose; dies ist bei „DROWN vs. KEN GELLARDT Split Experiment“ jedoch nicht der Fall.

Los geht’s mit KEN GELLARDT. Die Gothaer Band gibt’s seit 2005. Damals firmierten die vier unter dem Namen SELL OUT. Nach verschiedenen Umbesetzungen an Gitarre und Gesang spielen die zum Quintett erweiterten Thüringer herzhaften, metalllastigen Hardcore mit ansprechender Gitarrenarbeit, üüüblen Shouts und Growls, Tempiwechseln und zahlreichen Blastparts. Getrübt wird der Spaß durch etwas dünnen Gitarrensound, der mit angemessener Lautstärke jedoch kompensiert werden kann. Gleiches gilt für das teils leicht penetrante Snaregeprügel. Hier helfen aufgedrehte Bässe. Ansonsten stellt sich bei den vier KEN GELLARDT-Songs in Folge ein Wiedererkennungswert ein, der zur Vorsicht mahnen sollte- bei einem Album muss der Sound variantenreicher ausfallen!

In dieser Hinsicht können die Kollegen von DROWN eher überzeugen. Ihr moderner Hardcore klingt mal nach Metalcore, mal nach Deathmetal. Vergleiche mit KILLSWITCH ENGAGE, AS I LAY DYING, CALIBAN oder -meiner persönlichen Speerspitze im deutschen Melo-Death-Bereich- MISERY SPEAKS drängen sich auf. Letzterer sogar in besonderem Maße, weil DROWN sogar einen Song mit diesem Titel auf „DROWN vs. KEN GELLARDT Split Experiment“ platziert haben. Zufälle gibt’s…
Insgesamt überzeugen die Erfurter mehr; das liegt neben homogenerem Sound und mir persönlich besser gefallendem Gesang an reiferem Songwriting und einem stilsicher präsentierten Spagat zwischen zermalmender Wucht und leise durchscheinender fragiler Melancholie.

Fazit: Experiment gelungen, ein Hoch auf den Nachwuchs! KEN GELLARDT haben Potenzial, müssen jedoch noch an ihren technischen Voraussetzungen und ihrem Songwriting arbeiten. DROWN sind hier schon weiter und könnten m.E. sofort ein Album nachlegen. Hoffentlich gibt’s in nicht allzu langer Zeit mehr von den Jungs zu hören.

30.01.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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