Knasterbart - Perlen Vor Die Säue

Review

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KNASTERBART – Wenn du es kaufst oder klaust, ist es Kunst!

Ihr, werte Leserschaft, könnt euch glücklich schätzen, dass sich die Herren KNASTERBART dazu bequemt haben, ihr musikalisches Genie erneut zu Gehör zu bringen. Da die hochbegabte Truppe hier erneut “Perlen Vor Die Säue“ wirft, ist eine Bewertung ungleich der 10-Punkte-Marke selbstverständlich völliger Nonsens und eine Review daher unnötig. metal.de liefert euch dennoch eine, auch auf die Gefahr hin bei Fummelfips, Hotze und der restlichen Gossenbande bis in alle Ewigkeit in Ungnade zu fallen.

Den ersten Hochkaräter setzen KNASTERBART an den Anfang der Platte und widmen diesem musikalischen Juwel sogleich den Albumtitel. “Perlen Vor Die Säue“ zeigt die unterhaltsame Folk-Rock-Fraktion von ihrer aufrichtigen Seite, schließlich werden die Fans beschimpft und die eigene Großartigkeit in vollen Zügen genossen. Schließlich ist es nahezu unverständlich, dass derart anspruchsvolle Musik nur von trinkendem “Klatschvieh“ konsumiert wird. Selbstredend zählt dieser Song zu den Höhepunkten der Platte. Das darauf folgende “Ringelpiez Am Kiez“, das sich für die Auftritte auf Festivals hervorragend eignet, besticht durch einen kräftigen Chorus, ein charmantes Cembalo und eine eingängige Melodie, die sogleich zum Tanzen einlädt. Bis hier hin haben KNASTERBART wie gewohnt alles richtig gemacht.

Knasterverkrümelte Tiefpunkte

Jedoch kann nicht das komplettes Opus mit der anfänglichen Euphorie mithalten. “Gib Dich Auf“ hat eine im ersten Moment durchaus amüsante Botschaft, verblasst diese jedoch bei mehrmaligem Hören. Auch die sonst so verspielten Geigenpassagen wirken eher lustlos, was aufgrund der bereits erwähnten Botschaft einer gewissen Komik nicht entbehrt. Die “Gossenglocken“ ist KNASTERBARTs Antwort auf “Haut Mir Kein‘ Stein“ von VERSENGOLD, könnte daher also durchaus unterhaltsam sein, bedenkt man den Fakt, dass die Sänger beider Bands einander recht gut kennen. Bis auf die nette Schunkelatmosphäre überzeugt “Gossenglocken“ trotz Verwesungscharme leider nicht. Die Wortspielereien wirken etwas ausgelutscht, die Melodie will kaum ins Ohr und der Song zieht sich über seine vier Minuten erstaunlich lang hin.

KNASTERBART geben wieder volle 10%

Glücklicherweise sind derlei Auswurferscheinungen die Seltenheit im noblen Hause KNASTERBART. Um dies in aller Deutlichkeit zu betonen, packt die Bande gleich zwei Top-Hits hintereinander. “Laich Mich Ein“ bezirzt mit den Klängen Mittelamerikas und einem vor Wortwitzen nur so überquellendem Text – herrlich bescheuert! Bald noch besser ist der gehauchte Handkuss in Richtung DARTAGNAN, die in “Muss-ketier“ vortrefflich durch den Kakao gezogen werden. Als Fan beider Bands kommt man hier aus dem Grinsen nicht mehr raus und KNASTERBART haben ihr Ziel erreicht. Das restliche Album erfreut indes jedes Fanherz: “Herzchen Im Schnee“ ist das schönste Weihnachtslied der Welt, “Kneipenschlägerei“ ist ein musikgewordener Western Cartoon und selbst “Bambis Mama“ bleibt nicht unbeknastert. Nach diesem Lied versteht man die Welt ein bisschen besser.

Von KNASTERBART kennt man neben grandiosen Konzerten auch verspielte Folk-Melodien, abwechslungsreichen Witz (“Geboren Um Zu Sterben“ ist dahingehend ein unvergleichliches Highlight, hihihi) und jede Menge Gossencharme. Diese Anforderungen erfüllen sie auch auf “Perlen Vor Die Säue“ – mit geringfügigen Abzügen. Wer mit der schönsten Band der Welt bislang nichts anfangen konnte, sollte wohl auch von dieser Platte die Finger lassen – für die Fans ist und bleibt es ein Hochgenuss.

17.02.2020

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