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Legion Of The Damned - Malevolent Rapture - In Memory Of....

Review

Galerie mit 7 Bildern: Legion Of The Damned auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Bevor hier Stimmen laut werden warum, weshalb und überhaupt man ein Album in Neuauflage an den Start bringt, wenn dieses – noch dazu vom selben Label veröffentlicht – erst sechs Jahre auf dem Buckel hat, möge man sich mit den Hintergrund-Tatsachen und Fakten, die dazu führten, beschäftigen und schweigen.

Die niederländischen Durchstarter LEGION OF THE DAMNED haben sich nämlich dazu entschlossen, im Gedenken an ihren im letzten Jahr durch Freitod aus dem Leben geschiedenen ehemaligen Bassisten Twan Fleuren ihr Debüt erneut aufzulegen. Eine wahrlich ehrwürdige Geste, die nicht nur in Erinnerung ruft, dass selbst in diesem Business Menschlichkeit immer noch an erster Stelle stehen kann, sondern auch – abgesehen vom traurigen Hintergrund des Re-Releases – welche gnadenlose Thrash Metal-Granaten diese Burschen schon zu Beginn ihrer Karriere anzubieten hatten.

Damals, kurz nachdem die Jungs beschlossen hatten, das nicht unbedingt erfolgreich laufende Unternehmen OCCULT für immer zu beenden, versuchten sie – ich glaube man darf durchaus sagen, sie „mussten“ – ihr Glück unter neuem Banner und mit Hilfe einer anderen Business-Kooperation, nachdem ihnen die vorherige in jenen Tagen nichts als blanken Ärger eingebracht hatte. Das Ergebnis mit dem Titel „Malevolent Rapture“ stellte einen quasi aus dem Nichts kommenden Thrash-Kometen dar, der offenbar zur richtigen Zeit am richtigen Ort einschlug und die Initialzündung einer bis heute steil nach oben zeigenden Karriere darstellte und die Truppe mittlerweile auf Augenhöhe mit eingesessenen europäischen Thrashern wie KREATOR oder DESTRUCTION befinden lässt.

Doch genug der Historie, das Album erscheint selbstredend nicht nur nochmals – auch wenn das dem Anlass schon Ehre genügend gewesen wäre, um die Welt daran zu erinnern, dass ihr früherer, in späterer Folge leider von persönlichen Problemen schwer gebrandmarkter Bassist einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Erfolg von LOTD hatte. Zusätzlich gibt es auch reichlich Bonus-Material zu bestaunen.

Über die an sich schon gnadenlos gelungenen Tracks, wie die Bandhymne „Legion Of The Damned“ oder „Werewolf Corpse“ hinaus, bietet „Malevolent Rapture- In Memory Of…“ nämlich eine Fülle weiterer Thrash-Granaten. Ganze fünf Bonustracks gibt es auf der CD zu vernehmen, wobei vor allem die an den Schluss gestellte alternative gemischte (Tägtgren) Version des Titeltracks zu erwähnen ist, die von der Band bewusst gewählt wurde, um die unterschiedlichen Arbeitsweisen ihres früheren Stammproduzenten Andy Claßen und dem aktuellen, dem „alten Schweden“ Tägtgren offenzulegen.

Coole Sache, noch imposanter jedoch ist die Bonus-DVD, auf der man die Band in unterschiedlichen Live-Situationen und abseits der Bühne beobachten kann. Bemerkenswert vor allem deshalb, weil es sich hierbei um keinerlei „offiziell“ mitgefilmtes Material handelt, sondern viel mehr „zufällig“ mitgeschnittene Sequenzen zu sehen sind, die einen Einblick in das Phänomen LEGION OF THE DAMNED gewähren.

Ein wirklich sehr ordentlich zusammengestelltes Werk, das dem früheren Bandkollegen und Freund eine würdevolle Ehre erweist. Respect, LEGION; Rest In Peace, Twan!

11.02.2012

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Legion Of The Damned auf Tour

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