Legion Of The Damned
Interview mit Maurice über "Descent Into Chaos"

Interview

Mit „Descent Into Chaos“ ballern uns die Hölländer von LEGION OF THE DAMNED ihr nunmehr fünftes Album um die Ohren und zeigen noch immer kein Anzeichen von Schwäche. Bandkopf und Fronter Maurice hat sich mit uns im Interview über die neue Platte und Zukunftspläne der Band unterhalten und erklärte zudem, warum ihm so manche Kritik der Musik des Quartetts gegenüber völlig egal ist.

Legion Of The Damned

Hey Maurice! Na, alles klar? Wie geht’s dir?

Gut, ich hoffe dir auch!

Alles Gute zum neuen, fünften Album “Descent Into Chaos”. Wie geht’s euch damit? Seid ihr zufrieden?

Wir fühlen uns großartig damit und sind zu 100% zufrieden!

Die bisherigen Reaktionen der Presse waren sehr positiv, geradezu überschwänglich, habt ihr das so voraus gesehen?

Man weiß vorher nie, was die Presse oder die Fans von dem Album halten werden, also sind wir jedes Mal aufs Neue überrascht und grlücklich, dass man unsere Musik so mag. Am wichtigsten ist, dass man selbst das Album mag, danach kommen die Fans, dann die Medien.

Eure ersten vier (!) Alben wurden in den Jahren 2006 bis 2008 veröffentlicht, das neue nun erst 2011. Warum habt ihr euch dieses Mal so viel Zeit gelassen?

Dafür gibt es keinen besonderen Grund, wir waren einfach mit anderen Dingen beschäftigt, haben viel live gespielt, usw. Die Band ist noch immer nur ein Hobby, also gibt es andere Dinge, die einfach wichtiger sind und dann muss ein Album eben mal etwas länger warten. Außerdem haben wir uns wirklich Zeit gelassen beim Songwriting.

Es gibt zwei völlig verschiedene Artworks zu dem Album, mir gefallen beide sehr gut und passen auch zu der Musik. Welches gefällt euch besser?

Ich mag das rote, es ist zweifelsohne mein Favorit!

Ist “Descent Into Chaos” ein Konzeptalbum? Worum geht’s denn in den Lyrics?

Nein, es ist kein Kozenptalbum. Und die Lyrics… drehen sich irgendwie alle um den Verfall ins Chaos, wie der Titel schon sagt 😉

Ihr habt erstmalig ein Album in Peter Tägtgrens Abyss Studios aufgenommen. Was könnt ihr über diese Zusammenarbeit erzählen?

Nur, dass sie richtig gut war. Es war eine neue, sehr interessante Erfahrung, mit ihm zusammen zu arbeiten.

Seit ihr denn zufrieden mit dem Sound des Albums, schließlich wurde dieser von vielen sehr kritisch beurteilt.

Wir sind absolut zufrieden, Peter ist ein Meister seines Fachs.

Ihr habt zudem den Song “Legion Of The Damned” neu zusammen mit Peter Tägtgren aufgenommen. Wie kam es dazu und was hältst du von der neuen Version?

Das Label hat uns gefragt, ob wir nicht einen Cover Song mit Peter aufnehmen wollen, doch die Zeit war sehr begrenzt, wir wollten aber dennoch etwas besonderes machen. Also entschieden wir, “Legion Of The Damned” neu aufzunehmen, da es unser bisher wichtigster Song ist. Peter hat ein paar Vocals beigesteuert, das hat wirklich Spaß gemacht.

Viele kritisieren, dass eure Songs sehr ähnlich klingen und dass sich die Band nicht so recht weiter entwickelt. Ich denke, dieser Vorwurf ist zwar schwer von der Hand zu weisen, da tatsächlich viele Titel einige Ähnlichkeiten aufweisen, aber andererseits erwarten eure Fans ja genau diese Art von Musik von euch. Was denkt ihr darüber?

Ich bin diese Art von Kritik wirklich leid. Warum ist es für manche offenbar so wichtig, dass sich eine Band ständig entwickelt? Hör dir doch mal Bands wie IMMORTAL oder MARDUK an, bei jedem ihrer Alben kannst du sofort sagen: Ja, das sind auf jeden Fall IMMORTAL! Und sie sind trotzdem großartig! LEGION OF THE DAMNED ist nun mal LEGION OF THE DAMNED und wenn wir uns verändern würden oder neue Elemente in unsere Musik integrieren würden, würden das auch eine Menge Fans kritisieren. Also interessiert mich diese Art von Kritik wirklich nicht. Wir machen die Musik, die wir lieben und das ist uns am wichtigsten. Die Menschen sollen Spaß haben, wenn sie sich eines unserer Konzerte anschauen und verschwitzt und müde nach hause gehen, ohne sich zu fragen, ob die Songs sich eventuell ähneln.

Ihr seid gerade zurück von der Neckbreakers Ball Tour mit KATAKLYSM, EQUILIBRIUM, MANEGARM und MILKING THE GOATMACHINE. Wie wars denn?

Die Tour war richtig cool und für alle Bands ein riesiger Erfolg.

Seid ihr eigentlich noch nervös oder aufgeregt, bevor ihr auf Tour geht? Oder ist das absolute Routine für euch geworden?

Absolute Routine. Ich mache diese Band nun schon seit fast 20 Jahren, es gibt niemals ein Muss, wir leben nicht von unserer Musik, es hat als Hobby angefangen und ist noch immer ein Hobby. Ein klein wenig Nervosität und das Adrenalin gehören allerdings dennoch dazu.

All eure Alben wurden bisher via Massacre Records veröffentlicht. Ihr müsst also sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit sein?!

Das sind wir! Man muss aber auch sagen, dass wir nicht bei Massacre unter Vertrag stehen, sie haben nur die Lizenz, unsere Platten zu veröffentlichen. Trotzdem machen sie natürlich einen gervorragenden Job!

Gibt es Zukunftspläne für LEGION OF THE DAMNED? Ihr habt einige sehr erfolgreiche Alben veröffentlicht, arbeitet mit einem sehr renommierten Labe zusammen, haben viel getourt und habt eine Menge Fans rund um den Globus. Gibt es noch etwas, dass ihr mit dieser Band erreichen wollt?

Ehrlich gesagt gibt es gar keine Pläne und Ziele. Erstmal werden wir in den nächsten zwei Jahren ein paar Shows spielen, dann sehen wir weiter!

Vielen Dank für das Interview. Willst du noch etwas los werden?

Auch vielen Dank für das Interview!

Galerie mit 7 Bildern: Legion Of The Damned auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016
18.02.2011

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