Neetzach - True Servants Of Satan

Review

Im Jahr 1993 fanden sich einige Norweger zusammen, um Black Metal vom alten Schlag einzuspielen, produzierten ein mir unbekanntes, kurzes Demo und beschritten erst 12 Jahre später wieder gemeinsame Pfade unter dem Banner NEETZACH. Vrangsinn und Dirge Rep, bekannt durch Carpathian Forest, Gehenna, Gorgoroth und weiteren nördlich angesiedelte Formationen, vertreten nun Sanrabb und Noctifier, die in den Neunzigern für NEETZACH spielten. Aus den Anfangstagen ist einzig Gidim Xul aktiv, der gleichzeitig Begründer der Truppe ist und nach vielen gescheiterten Versuchen die geeigneten Musiker für die Reinkarnation seiner Band auftreiben konnte.

NEETZACH hatten also mehr als ausreichend Zeit, um ihre musikalischen, schreiberischen und technischen Fähigkeiten auszuarbeiten. Ob diese genutzt wurde, soll nun klargestellt werden. Das Trio ging hingegen zweifellos nicht mit dem Gedanken ins Studio, ein Monument von einem Album zu erschaffen, soviel scheint durch die zwar simplen, aber nicht minder effektiven Ideen durch, derer sich NEETZACH bedienen. Lässt man also fehlende Kreativität außen vor, so kann „True Servants Of Satan“ durch seine rohe, unruhige Atmosphäre punkten, die zwar nur phasenweise zur vollkommenen Entfaltung kommt, ihre Wirkung jedoch nicht verfehlt. Während die Kunststoff-Platte zu Beginn noch vorhersehbar und kontrolliert wirkt, so überzeugt bereits der zweite Titel durch die Gitarrenarbeit, die ab „The Demon That Opened My Grave“ noch ungezügelter wirkt. Besagter Titel führt dem Hörer erneut vor Augen, was Norwegen einst zu bieten hatte. Blecherne, stampfende Drums im gemäßigten Tempo verlieren sich stetig in beschleunigten Regionen, während die elektrischen Gitarren wohlverzerrt das Gehör peinigen und sehr zu der satanischen, rotzig-rumpelnden Stimmung des Albums beitragen. Etwas Dominanz hätte dem höllischen Gesang hingegen nicht geschadet.

Kurzum: NEETZACH haben ausreichend Momente des befriedigten Aufhorchens verursacht, die stets den großen Brüdern aus ihrer Heimat ähneln, vom Plagiat aber weit ernfernt sind. Zum Großteil gehen die drei Schwarzwurzler aber im großen Tümpel der „Norge“-Klone unter, trotz der ausgezeichneten Ansätze. Wir schreiben nicht mehr 1993!

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06.12.2006

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