Never Die Alone - Havoc

Review

Die Gewissheit selbst im Tode nicht allein zu sein, trägt ja auf eine seltsame Art und Weise Beruhigendes mit sich. Himmel und Hölle haben schließlich je nach zuvor eigenständig getroffener Auswahl auch ihre Vorzüge, die man im Beisammensein eher auskosten kann als alleine.

Ob sich NEVER DIE ALONE etwas Derartiges ebenfalls überlegt haben, als es um die Findung des Bandnamens ging, sei einfach mal dahingestellt. Was die Thüringer jedoch mit ihrer Musik in einer jenseitigen Umgebung anrichten würden, lässt sich in nur wenigen Wörtern beschreiben. Zerstörung, Zerstörung und … Zerstörung. Das melodiöse Intro mag das anfangs noch geschickt kaschieren, alles was allerdings danach kommt, entspricht einem vielseitigen Waffenarsenal mit nahezu unendlicher Deathcore-Munition. Die Art und Weise, wie die Band sie einsetzt, macht Lust auf mehr. Scharfe Riffs, treibendes Drumming und aggressive Vocals (die hier und da ein wenig an Johan Liva erinnern), Metal-Herz, was willst du mehr?

Nun zum einen, dass die Hardcore-Shouts außen vor bleiben. Da erschaffen NEVER DIE ALONE ein derart starkes Stück Eisen und versäumen es gleichzeitig es rechtzeitig aus dem Feuer zu holen. Ein kleiner Schönheitsfehler bleibt. Die Shouts wirken ein bisschen dünn, ein bisschen unpassend, im schlimmsten Fall wirken sie wie ein Fremdkörper im Gesamtkonstrukt „Havoc“. Wie gut, dass sie nicht gerade mit übermäßiger Anwesenheit glänzen.

Erste Sahne ist hingegen das Drumming von Schlagzeuger Sebastian Föster, der in den immer wieder auftauchenden Solopassagen wahrlich keine Gefangenen macht. Das ist ganz großes Kino!

Vor kurzem habe ich vom Kauf der aktuellen SUFFERSYSTEM abgeraten und sie überteuert genannt. NEVER DIE ALONE sind im Gegensatz dazu jeden einzelnen der zehn Euro wert, auch wenn die Spielzeit mit 30 Minuten wieder nur sehr knapp bemessen ist. Schenkt diesem groovenden Silberling auf jeden Fall mal ein Ohr auf myspace, vielleicht lohnt es sich für den ein oder anderen auch derer zwei zu riskieren!

21.04.2009

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