No Shelter - Rest in Death

Review

Kurz notiert

NO SHELTER kommen aus dem beschaulichen Emsdetten, sind erst seit Juno 2017 unterwegs und spielen einen Bastard aus HM2-veredeltem schwedischem Death Metal und Hardcore-Einflüssen, der laut Eigenaussage klingt wie „25 Minuten Holz hacken“. Eine Demo und eine EP kann man schon sein Eigen nennen, nun steht mit „Rest in Death“ das erste vollwertige Album an.

Grosse Überraschungen sind nicht zu erwarten, man bekommt exakt das, was man bei der musikalischen Beschreibung auch erwartet. Hauptsächlich kurze, auf den Punkt gespielte Songs, mal auch im Midtempo, mit denen gemütlich der Vorgarten umgemäht wird. Die Vocals des Fronters bewegen sich ganz klar im Hardcore-Umfeld (wie die Texte im Übrigen auch) und nicht bei den Growls und Leichenschmodder à la ENTOMBED und DISMEMBER, tun der Aggression und dem Vorwärtsdrang aber keinen Abbruch.

Was der Musik eher im Weg steht, ist die zu routinierte Herangehensweise ohne große Spitzen im Songwriting. Vereinzelt blitzen mal nette Leads, old-schoolig-kultige D-Beats oder Blasts auf, das ist aber zu wenig um das Interesse auf Dauer hoch zu halten oder sich als eigenständig ins Ohr des werten Hörers einzutragen. Der Abstand zur  Qualität von Bands wie TRAP THEM, NAILS oder BLACK BREATH, die ganz grob in eine ähnliche musikalische Kerbe schlagen, ist da doch schon noch feststellbar.

Talent attestiert, jetzt fehlt nur noch ein wenig das Händchen für ausgeklügelte und eigenständige Songs, die der Konkurrenz das Fürchten lehren und nicht zwischen ihr untergehen. Zum schön die Rübe frei blasen oder wahlweise auch Holz hacken ist „Rest in Death“ aber allemal geeignet.

09.02.2020

"Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann." - Wau Holland -

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