Noctem Aeturnus - Landscape of Discord

Review

Der schwarztote Blick über den Teich führt einen ja meist zu Kapellen aus Amerika oder Australien. Spätestens seit THY LIGHT sollte aber auch klar sein, dass Südamerika immer mal wieder Black Metal-Perlen hervorbringt. Mal schauen, ob NOCTEM AETERNUS aus Argentinien diese Erkenntnis bestätigen.

In diesem Fall handelt es sich einmal mehr um ein Ein-Mann-Projekt, für das sich ein gewisser Herr Ramiro Molina verantwortlich zeichnet und das mit “Landscape of Discord“ seine zweite Langrille vorlegt. Geboten wird epischer bis bombastischer Black Metal mit melancholisch kalter Grundstimmung.

NOCTEM AETERNUS – Die ewige Wiederkehr des Gleichen

Um es gleich zu sagen: NOCTEM AETERNUS punkten nicht gerade durch Originalität. Wer das Album in seiner physischen Version vorliegen hat, dem sollte die gute alte Intro-Funktion des CD-Players einen ersten Beweis liefern. Damit ist “Landscape of Discord“ sicherlich noch nicht abgeschrieben, es wird aber schon schwerer Eindruck zu hinterlassen.

Erster Pluspunkt: Die symphonische Schwülstigkeit des Intros zieht sich zwar durch alle Songs, vereinnahmt diese aber nur selten. Auch wenn das ganze Kling-Glöckchen manchmal etwas schief an TSO erinnert, fügen sich die orchestralen Parts meist gut in die Songs ein. Der erste richtige Track “Those Who Shall Perish“ gibt direkt das Mischverhältnis vor. Melodiöse Rasierei gipfelt in bombastischen Chorus.

“Landscape of Discord“ – Die ewige Wiederkehr des konstant Guten

Wie gesagt, die Variationsbreite bleibt sehr überschaubar. Mal erinnern die jeweiligen Ergebnisse mehr an eine glattere Version von DIMMU BORGIR zu “Stormnlast“-Zeiten, mal – wie im Fall von “The Wagons Of Heaven“ oder “Obols In The River Of Laments“ – an zahmere WOLVES IN THE TRHONE ROOM. Das Ganze erreicht nie ganz die Tiefe der genannten Referenzen, bleibt aber immer kurzweilig.

Dass die konstante Variation des Gleichen dennoch in der Qualität etwas schwankt, beweist die Tatsache, dass NOCTEM AETERNUS mit “Coming Home, Twilight“ auch einen richtigen Hit im Gepäck haben. Auch “Solstice In The Dark“ ist ein würdiger Abschied vorm dem Dudeloutro. Es ist fast tragisch, wie gefällig “Landscape of Discord“ ins Ohr geht und zugleich doch so um sich selbst kreist, dass es sich selbst um mehr Nachdruck bringt.

25.08.2020

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