October Falls - The Plague Of A Coming Age

Review

Es ist wieder einmal Balsam für die Seele der ernsthaften Pagan-Black-Metal-Fans, was OCTOBER FALLS mit ihrem neuen Werk „The Plague Of A Coming Age“ abliefern. Sehnsüchtig erwartet, schließlich war das Album bereits für Winter 2011 angekündigt, treffen die Finnen mit ihren außergewöhnlich schönen Hymnen mitten ins Herz.

Authentisch, ehrlich, ernsthaft und atmosphärisch dicht, das trifft auf  „The Plague Of A Coming Age“ ebenso zu, wie leidenschaftlich, depressiv, episch, wunderschön. Diese wunderbare Symbiose aus harschem, dynamischem Pagan Black Metal, dunkler Folklore und todtraurigem Doom Metal beherrscht keine Band so gekonnt wie OCTOBER FALLS. Die Kompositionen sind von ihrem ureigenen typischen Spirit geprägt, komplex, dabei wirken die nachwievor epischen Songs nunmehr etwas kompakter, gleichzeitig aber auch variantenreicher. Zauberhaft die wunderschönen melancholischen Gitarrenmelodien, die rau sägenden Gitarrenwände, die eingestreuten akustischen Passagen, der abwechslungsreiche Gesang, von charismatisch kreischend bis zurückhaltend flüsternd, passend zum musikalischen Wechsel zwischen sanft und aufbrausend. Neue Elemente wurden hinzugefügt, zu nennen wären da die Ritualtrommel, sowie der sich wunderbar einfügenden Klargesang von Tomi Joutsen (AMORPHIS) bei den Stücken „The Plague Of A Coming Age“  und „Boiling Heart Of The North“. Herausragend empfinde ich vor allem „The Weight Of The Fallen“, welches mit seinen Gitarrengewalten den Hörer mit voller Wucht trifft und umwirft, ein hoffnungslos wirkender Monolith. Verglichen mit dem Vorgänger wirkt „The Plague Of A Coming Age“  auch getragener, und überhaupt wirken OCTOBER FALLS nochmals gereifter, erwachsener, der Black-Metal-Anteil wurde reduziert. Neben Mastermind Mikko Lehto haben Sami Hinkka (Bass, ENSIFERUM) und Marko Tarvonen (Schlagzeug, MOONSORROW) mitgewirkt.

„The Plague Of A Coming Age“ ist ein organisches, anmutiges, sehr melodisches, tief melancholisches, bittersüßes Werk voll epischer Klangwelten, dichter Atmosphäre, welches den geneigten Hörer auf eine Reise nimmt in tiefe, dunkle finnische Wälder, triste, nebelverhangene Felder im Zwielicht, in die malerisch düstere Schönheit nordischer Natur. Eben Balsam für die Seele!

03.03.2013

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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