Overkill - Killbox 13

Review

Galerie mit 19 Bildern: Overkill - Rockharz 2019

Overkill haben sich ja mit ihren letzten paar Studioalben nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nach so teuren Bierdeckeln wie „Necroshine“ und dem letztjährigen Schlaganfall von Frontmann Bobby „Blitz“ Ellsworth sah es recht düster um die Band aus und der eine oder andere hatte die Urgesteine aus New Jersey wohl schon abgeschrieben. Umso beachtlicher ist daher das neuste Lebenszeichen „Killbox 13“, das die Band so gut wie seit fast zehn Jahren nicht mehr zeigt. Stilistisch geht man dabei beständig den Weg weiter, den man schon mit den letzten Alben eingeschlagen. Eine Tatsache, die sich auch deutlich am Sound festmachen lässt, da man wieder mit Produzent Colin Richardson zusammen gearbeitet hat, der auch schon bei den Alben „Bloodletting“ und „From The Underground And Below“ an den Reglern saß. Wobei man anmerken muss, dass dies hier die bisher eindeutig beste Zusammenarbeit darstellt, nicht zuletzt wohl aufgrund des schlichtweg besseren Songmaterials. Glänzten Overkill in jüngster Vergangenheit mit uninspirierten, identischen Songs, die bei übermäßigen Konsum zu purer Langeweile führten, schaffen sie es diesmal durch eine vital und frisch klingende Band – Ellsworths Gesang auf „Killbox 13“ ist ja mittlerweile hinlänglich gelobt worden – sowie gute Songs zu überzeugen. Die Riffs unterscheiden sich hörbar von Stück zu Stück und selbige erlangen durch wirksam eingesetzte Tempiwechsel und verschiedene Stile, so z.B. im doomigen „Crystal Clear“, eine deutlich längere Haltbarkeit. Mit „I rise“ und „Unholy“ legt man obendrein zum Ende des Albums noch mal gehörig Kohlen nach und präsentiert zwei schnellere Thrash-Nummern. Schön anzuhören ist auch die Bassdrum, die diesen herrlichen, vollen Punch à la Panteras Vinnie Paul hat. Überhaupt erinnert mich das Solo zu „Sound of Dying“ sehr an jene Jungs aus Dallas. Nichtsdestotrotz haben Overkill endlich wieder ein gutes Album abgeliefert, das sich nicht nur Die-hard-Fans in die Regale stellen brauchen, sondern bei allen Thrash Metal Jüngern, egal ob jung oder alt, Anklang finden sollte.

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30.04.2003

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