Parkway Drive - Horizons

Review

Galerie mit 53 Bildern: Parkway Drive auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Mit „Horizons“ veröffentlichten die fünf Jungs von Australiens Nummer eins Metalcore-Export, PARKWAY DRIVE, Anfang Oktober ihr zweites Album (nach „Killing With A Smile“, 2005).

Zu dem, was dem Hörer auf „Horizons“ entgegenschlägt, muss man sagen, dass es erstaunlich hart und dabei trotzdem eingängig ist. Harte Moshparts und Breakdowns, schwedisch-inspirierte Gitarrenlinien und -riffs, Blastbeats und ein Sänger, der klingt, als würde er jede Sekunde das Mittagessen wieder auskotzen, sind die Markenzeichen des Albums, welches sowohl in Sachen Songwriting, als auch in Sachen Produktion um einiges besser ist, als der ebenfalls schon gute Vorgänger.
Doch trotz der oben genannten Elemente, die auf „Horizons“ zum Zuge kommen, kann man nicht sagen, dass PARKWAY DRIVE anno 2007 nur 08/15-Metalcore spielen, denn obwohl das Album hundertprozentig diesem Genre zugehörig ist (mit Ausnahme einiger kleiner Ausreißer in das Schwedentod-Milieu), so übertreffen die fünf Australier in punkto Songwriting, Härte und Eingängigkeit circa 80 Prozent ihrer Genrekollegen. Selten habe ich einen so geilen Moshpart gehört, wie am Schluss von „Boneyards“, selten einen derart brutalen Schreihals wie Winston McCall und selten einen derart geilen Einstieg wie in „Boiling Point“. Dazu kommt, dass sich PARKWAY DRIVE um Klargesang, Emo-Anleihen und sonstige derartige Spielereien einen Dreck scheren, lediglich ein oder zwei Mal wird es auf der Scheibe ruhig und melancholisch, was dann aber auch bald wieder durch messerscharfe Riffs und ultrabrutale Schreie abgelöst wird.

Auch soundmäßig ist alles im grünen Bereich; klar, aber heavy dröhnt „Horizons“ aus den Boxen. So wollen wir es hören. Als einziger Kritikpunkt bleibt zu nennen, dass die oben erwähnten ruhigen Momente so gut wie gar keinen Platz bekommen. Klar, PARKWAY DRIVE wollten ein durch und durch hartes Album erschaffen und das ist ihnen ohne Einschränkung gelungen. Aber die wenigen leisen Parts hätten ruhig etwas weiter ausgebaut werden können, um einen Kontrast zu dem Geknüppel des Rests der Scheibe zu bilden und so Dynamik zu erzeugen.

Trotzdem ein astreines Album, klare Kaufempfehlung für jeden Metalcore-Fan.

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29.10.2007

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2 Kommentare zu Parkway Drive - Horizons

  1. battle sagt:

    ganz nettes album, keine frage. allerdings hat mir der vorgänger ein wenig besser gefallen.
    aber auch so noch gute 7/10.

    5/10
  2. alas sagt:

    Meine 2. Original Metalcore CD die ich mir zulegte und die 3. Band aus diesem Genre mit der ich konfrontiert wurde ( die 2. , Caliban haben mit The Awakening nur enttäuscht)

    Für viel Geld noch im Laden gekauft, und ich muss sagen ich bereues nicht.

    Ein tolles Stück Musik mit fast NUR Hits (auf dem Vorgänger waren zwar noch ein paar besser aber auch ein paar Sachen schlechter)

    the Sirens Song ist ein Kracher und groovt v.a. am Ende
    Carrion ist ein melodischer Kracher.
    Boneyards ist einfach nur…geil…undvergesslich wie dieses Lied abgeht und meiner Meinung nach (is mir echt egal was andere Denken) der BESTE Breakdown den ich kenne generell!

    Dazu muss ich auch sagen, selbst Freunde von mir die eig. keinen härteren metal oder so hören sagen, dass Winston McCall eine der ausdruckstärksten Stimmen generell hat.

    Mit Idols and Anchors und Five Months sind noch 2 absolut tolle Stücke vertreten.

    Gegen Ende fällt es zwar etwas ab, dafür garantiert die Parkway Driv´sche Zerstückelung der Songs imer dafür das es nich zu langweilig wird, soll heißen zwar lange nich progressiv aber auch nich permanent rhythmisch und gitarrentechnisch gleich (hat mir so aber auf dem ersten Album auch oft den Schwung aus den Songs genommen).

    Jedenfalls immer tolle Melodien vorhanden, verdienen sie auhc mehr als sehr viele andere den begriff metalcore, da man hier meiner meinung anch viel mehr Hardcore hört als bei 90% der anderen Bands und gleichzeitig aber auch auf echt tolle Melodien wie man sie in genanntem Genre nicht finden würde, stößt.

    Einziger Wehrmutstropfen.
    Im Gg zu manch anderen der großen Bands, ist bei mir für dieses ALbum schon lange die Langzeitunterhaltung abgeklungen.
    Kann aber auch daran liegen,das ich es einfach ZU oft gehört habe.
    Damals hättes noch 9 / 10 gekriegt, auch da es mein 2. Original-MC Album war und, auch wenn es anfangs mind 3-4 Durchläufe brauchte, bis es faszinierte, es einfach nur enorme Power hatte bzw ebenso Melodien und Groove.
    heute aber nurnoch 8,439 / 10 da ich seitdem vieles andere gefunden habe, und es nicht an unterschwellige Melodien ala Misery Speaks heranreicht.

    Dafür aber v.a. eines…richtige POWER (ala Hatebreed meiner Meinung nach) MIT Melodie…

    Core-Fan? kaufen!

    8/10