Power Paladin - With The Magic Of Windfyre Steel

Review

Soundcheck Januar 2022# 6

Es ist nichts ungewöhnlich daran, Melodien von IRON MAIDEN zu klauen. Neben den Verwirrungen um die Herkunft des Riffs von ‚2 Minutes To Midnight‘, haben sogar die Eisernen Jungfrauen höchstpersönlich sich in ‚Shadows Of The Valley‘ selbst beklaut. Doch das Selbstbewusstsein, mit dem POWER PALADIN das machen, ist verwunderlich. Die erste Melodie der Leadsingle ‚Kraven The Hunter‘ und ihres gesamten Debüts „With The Magic Of Windfyre Steel“ ist originalgetreu aus ‚Sign Of The Cross‘ entwendet. Dieser Track ist bereits der Signature-Song der Isländer und lief in den Radios ihres Herkunftlandes rauf und runter.

POWER PALADIN hören sich so an, wie der Bandname klingt

Verdenken kann man es ihnen nicht. ‚Kraven The Hunter‘ ist ein knackiger Heavy-Metal-Song, der sich weder vor Eingängigkeit noch vor Kanten scheut. Der Song selbst trieft gar nicht so sehr vor Power-Metal-Kitsch, wie man es bei der Betrachtung des Bandnamens und des Albumcovers annehmen würde. Doch dieser Eindruck vergeht schnell. Es sind vor allem die mitsingbaren Refrains, die das Herzstück der Songs darstellen. Manchmal wirken die Isländer, als ob ihnen hierfür die Ideen ausgehen, dennoch kommen sie nie billig rüber. In ‚Righteous Fury‘ kommen sie mit einer hohen Geschwindigkeit daher, bleiben dabei aber immer plüschern.

Meistens geht die Rechnung auf, doch spätestens während die B-Seite läuft, kommen die Hörer:innen nicht mehr um mindestens ein Gähnen herum. Ganz besonders, wenn etwa ‚Ride The Distant Storm‘ trotz dem barocken Keyboard-Solo als Power-Metal-Baukastensong daher kommt. Am besten ist die Scheibe, wenn sie andere Einflüsse zulässt, wie beim schon ausgiebig besprochenen ‚Kraven The Hunter‘, ‚Dark Crystal‘, das bedrohlich nahe am Thrash Metal liegt oder wenn in einem Zwischenspiel in ‚Into The Forbidden Forest‘ doch noch die Epik MANOWARscher Prägung ausgefahren wird. Doch das passiert leider zu selten.

Party in der Komfortzone

„With The Magic Of Windfyre Steel“ ist keine Scheibe, die man unbedingt auf dem Zettel haben muss. Dafür bewegen sich POWER PALADIN zu selten aus ihrer Komfortzone heraus. Und dieser gemäßigte Euro Power Metal ist nicht besonders aufregend. Dennoch sollten alle Power-Metaller hier ein Ohr riskieren. Denn in ihrer Komfortzone machen sie ganz schön Spaß, auch wenn sie von IRON MAIDEN klauen.

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03.01.2022

Redakteur mit Vorliebe für Hard Rock, Heavy Metal und Thrash Metal

Der metal.de Serviervorschlag

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