Russian Circles - Station

Review

Galerie mit 18 Bildern: Russian Circles - Emperor Of Sand Tour 2017

RUSSIAN CIRCLES nennt sich das Post-Rock-Trio aus Chicago und verschreibt sich modernen, rein instrumentalen Rocksounds irgendwo zwischen PELICAN, ISIS und den RED SPAROWES.

„Station“ lautet ihr mittlerweile zweites Album und Mike Sullivan (Guitar), Dave Turncrantz (Drums) und Brian Cook (Bass) wissen ganz genau, was sie da tun. RUSSIAN CIRCLES sind nicht einer dieser austauschbaren Bands, die klingen, wie mittlerweile jede zweite Post-Rock-Truppe klingt, sondern sie verfügen über ein ordentliches Maß an Eigenständigkeit und Eigensinnigkeit. Zwar gibt es keine sofort erkennbaren oder deutlichen Markenzeichen, die einem Song unverkennbar den Stempel der Truppe aufdrücken, sodass man gleich an den Namen RUSSIAN CIRCLES denkt, aber es gibt beständige Eigenarten, welche die drei Musiker nicht zu einer 08/15-Formation werden lassen.

Ist die allgemeine Vorgehensweise im Post Rock doch eher, die Musik immerzu fließen zu lassen, um den Hörer in eine Art Trance zu versetzen, agieren RUSSIAN CIRCLES im direkten Vergleich dazu äußerst abwechslungsreich. Schemata werden aufgebrochen und auch gerne mal innerhalb eines Songs schnell umstrukturiert. Beginnt ein Song sanft und schwach, kann es durchaus relativ schnell passieren, dass plötzlich ein verhältnismäßig starker Druck aufgebaut wird, der in verspielten Breaks resultiert, nur um danach wieder völlig unvorbereitet auf das Kommende eine andere Richtung einzuschlagen.

Natürlich gibt es diesen gewissen Fluss auch in der Musik auf „Station“ und RUSSIAN CIRCLES bedienen sich natürlich auch der Rezepte und der Vorlagen ihres gewählten Stils, aber differenzierter als man es von den meisten anderen Bands her kennt. Die Muster, in denen die Songs ablaufen sind nicht immer konkret vorhersehbar und nicht immer glatt und geleckt. Den RUSSIAN-CIRCLES-Jungs scheint bewusst zu sein, dass es auch im Post Rock anders vorangehen kann, als die üblichen Vorgehensweisen abzuklappern. Sie schaffen es, die Normen des Genres für sich auszureizen und die einzelnen Sounds zu verfeinern, ohne aber die Grenzen zu überschreiten und in fremden Bereichen zu wildern. RUSSIAN CIRCLES gehen trotz allem eindeutig als Post Rock durch.

Ich möchte nicht so weit gehen und behaupten, dass „Station“ ein innovatives Werk ist, denn das wäre einfach zuviel des Guten, aber ich denke, ich kann beruhigt und reinen Gewissens darauf hinweisen und bestätigen, dass RUSSIAN CIRCLES interessant klingen, aufregende musikalische Reisen erzählen und demnach äußerst hörenswert sind; zumindest für all jene, die Post Rock mögen.

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02.07.2008

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