Samsara Circle - Sanctum

Review

Direkt aus Düsseldorf hat sich die Debüt-EP „Sanctum“ der Gruppe SAMSARA CIRCLE zu meinem Schreibtisch druchgemosht. Anders kann sie bei derartigen darauf enthaltenen Musikalien unmöglich zu mir gekommen sein, denn Briefe oder Onlinewege hätten sicherlich viel zu wenig Platz gehabt für die geballte Vielfalt an möglichen Metalelementen, die SAMSARA CIRCLE zu bieten haben.

Gitarrentechnisch geben sich fixe Riffs mit epischen Melodielinien die Klinke in die Hand. Einen Höhepunkt für diese Gitarrenarbeit bildet das Stück „Clouds“, in welchem eine erhabene Leadgitarre den absoluten Mittelpunkt darstellt und alles Andere in den Hintergrund schiebt. Soli kommen dabei nur selten vor, bilden aber im Song „Cryo Chamber“ den kurzen, aber tollen Höhepunkt.
Ebenso variabel verhält es sich mit dem Gesang, der mühelos zwischen cleanen Gesängen, Shouts, Screams und angedeutetem Growling hin und her hüpft. Hin und wieder hat man bei den klaren Passagen aber den Eindruck einer gewissen Beliebigkeit in der Melodieführung, die nicht immer mitreißen kann. Nichtsdestotrotz weiß aber Sänger Olli auch gekonnt tolle Akzente mit großer Kraft zu produzieren, wie man an seinen letzten Worten des Rauschmeißers „A Fire On The Oceans Ground“ hören kann. Auch im Opener „Forever Backwards“ macht er eine gute Figur.

Wie man anhand dieser Stilmittel schon sieht, haben SAMSARA CIRCLE eine große Menge an Ideen und Möglichkeiten. Hin und wieder wird der gesamte Cocktail noch mit einigen unaufdringlichen Samples verfeinert, die enorm zur Atmosphäre der jeweiligen Passage beitragen, wie zum Beispiel beim Beginn des „Sundance“.

Der Klang von „Sanctum“ ist kraftvoll ausgefallen und lädt zum Abgehen ein. Besonders der Basssound weiß zu überzeugen. Als einzigen Kritikpunkt kann man stellenweise einige Schlagzeugpassagen anbringen, denn am Beginn von „Forever Backwards“ und „Clouds“ „flattern“ die Crashs in meinen Ohren. Das kann man auch überhören – wenn man es aber einmal bemerkt hat, neigt man dazu, sich immer wieder darauf aufzuhängen.

Trotz aller Vielfalt – Entscheidend sind die Songs! Und? Sind die gut? Antwort:
Ja – für alle Metaller, die etwas progressiver angelegt sind, die ganze Abwechslung gut vertragen können und auch mit ungewohnten Breaks – man höre den plötzlich einspringenden Endpart vom „Sundance“ – gut leben können.
Jain – für alle, die mit zuviel Abwechslung überfordert sind und deren Lieblingsbands sich vom Ideenreichtung in AMON AMARTHigen Gefilden bewegen. Wobei auch für diese Leute etwas dabei sein könnte, denn der Beginn des Titelsongs „Sanctum“ hat einen kleinen Einschlag letztgenannter Hörnertruppe.

Ich selbst sitze etwas zwischen diesen beiden Stühlen. Ein paar mehr griffigere Passagen, an denen man sich besser aufhängen kann und ich wäre vollauf glücklich. So gibt es „nur“ gute sieben Punkte, die von der nächsten SAMSARA-CIRCLE-Scheibe aber sicherlich negiert werden, denn hier wird in Zukunft sicherlich noch Großes kommen.

01.06.2015

Der metal.de Serviervorschlag

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