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Skewered - Skewered

Review

Lange Zeit hat es gedauert, bis die irischen Hauptstädter so richtig aus den Pötten gekommen sind. Seit dem Jahr 2004 existiert der Zusammenschluss nun schon, wobei neben zwei Demos bisher noch nichts Hörbares das Licht der Welt erblicken durfte. Dabei kann sich der Trupp durchaus hören lassen, vielleicht auch gerade weil die Formation recht eingespielt klingt und ihren Mix aus amerikanisch anmutendem Gebolze und Midtempo-Groove-Walzen sehr authentisch über die Bühne fährt. Das angespielte Spektrum reicht von wirklichem Brutal Death Metal, rein der Definition nach, bis hin zu Parts zum Todesbein schwingen, wie es etwa ENTOMBED mal eine zeitlang in Reinform praktiziert haben.

Die Vormachtstellung auf “Skewered“ gehört in jedem Fall US-Hirngehäcksel, angeleitet durch das ziemlich dominante, deftig steril ausgefallene Schlagwerk. So macht der frische Fellhauer Jazzer Connelly einen stark hörbaren, aber guten Job, denn der variable Trommelwirbel geht gut ins Ohr und wird von der Saitenfraktion, irgendwo zwischen Vorschlaghammer und technischem Stückwerk, ordentlich unterstützt. Die Songs von SKEWERED weisen allesamt keine großartig beachtliche Länge auf, sondern sind in diesem Zusammenhang eher auf Grind-Niveau angepasst, wobei das Ganze aber würzig schnitzelt.

Nicht so toll ausgearbeitet sind hingegen in meinen Ohren sämtliche Background-Vocals. Primärgröler Mark Dolan klingt zwar keineswegs in irgendeiner Form außergewöhnlich, reiht sich stattdessen viel mehr in den gesichtslosen Durchschnitt ein, übertrumpft damit alles hinter ihm aber um Längen. Sowohl die Screams als auch das ab und an auftretende Geröchel erscheint gewaltig dünn und wirkt als sei das Rückgrat abhanden gekommen. Glücklicherweise finden die zweite und dritte Stimme auf “Skewered“ nicht allzu viel Anklang, sodass das Problem nicht zu einer Hörbarriere avanciert.

Schließlich bleibt das späte Debüt der Iren absolut hörbar, auch wenn faktisch die großen Momente einfach auf der Strecke bleiben. Teilweise sind durchaus Riffs zum Fingerschnippen und Mitgehen vorhanden, dennoch wirken diese zumeist etwas zu abgedroschen. Ausnahmen bestätigen die Regel – so zum Beispiel das Stück “Blasphetus“, was dahingehend mit einer richtig geilen Saitenarbeit und fetzigen Riffs zu Werke geht.

09.03.2012

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