Soil Of Decay - Fear Made Flesh

Review

Na, an welchen Geniestreich einer schwedischen de facto Eintagsfliege mag der Albumtitel wohl erinnern? Fear für Nightmares ausgetauscht und zack ist der Knüller im Kasten. Wenn es doch nur so einfach wäre. Trotz der Namensverwandheit haben BLOODBATH wohl weniger ihre Spuren auf SOIL OF DECAYs Debut hinterlassen, hier riecht es eindeutig stark nach groovigen Todeswalzen im Sinne von SFU. Und auch wenn Ausnahmemusiker wie Tägtgren oder Åkerfeldt hier natürlich nicht am Werke sind, machen die vier erst seit etwa eineinhalb Jahren zusammenspielenden Ruhrpöttler ihre Sache bis zu einem gewissen Grade recht gut. Und damit wäre eigentlich schon alles gesagt, denn „Fear Made Flesh“ krankt ab der Albummitte, dem wirklich fesselnden „Disciples Of The Dead“, unüberhörbar an chronischer Einfallslosigkeit und bringt dementsprechend anschließend nur bereits Gehörtes und allzu Vorhersehbares hervor. Es reicht nun mal nicht, sich nur über eine Albumhälfte Gedanken zu machen und den Rest in gewohnter Manier zu einer Reminiszenz an gestandene Floridalegenden zu verwandeln (Sänger Sascha Lubenow sieht nicht nur aus wie Chris Barnes, sondern klingt auch fast so). Dazu zählt auch das Songwriting, das, wie bereits gesagt, zu Beginn frisch und unverbraucht klingt (so unverbraucht es eben bei einer selbstgewählten Blaupause geht) und mit fortschreitender Spielzeit umso aufgesetzter wirkt. Zumindest versucht man zwischendurch häufiger durch doomige Sequenzen und Cleanparts mehr Abwechslung in die sich größtenteils moderat vorwärts wälzenden Tempobereiche zu bringen. Dicke Pluspunkte gibt es allerdings für die Produktion, die trotz Basslastigkeit, angenehm gedämpft und kompakt daherkommt. Eine ebensolche positive Entwicklung wäre auch bei den Songs zu wünschen, die aber mit deutlich mehr Eigenständigkeit erreicht werden kann.

15.06.2006

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