Temnein - Tales Of Humanity And Greed

Review

Soundcheck Mai 2020# 21

„Tales Of Humanity And Greed“ ist das dritte Studioalbum der seit gut zehn Jahren zusammen musizierenden Franzosen TEMNEIN. Es folgt auf den 2017er Zweitling „White Stained Inferno“, der damals mit einer Wertung von fünf Punkten noch keinen Blumentopf zu gewinnen vermochte. In unserem aktuellen Soundcheck haben TEMNEIN mit der neuen Platte und einer 5,9 immerhin schon mal einen knappen Punkt mehr geholt. Während seinem Vorgänger noch ein recht düsteres Konzept zugrunde lag, bewegt sich „Tales Of Humanity And Greed“ zwar immer noch nicht in der Zuckerwattewelt, befasst sich aber mit mal mehr und mal weniger bekannten Geschichten aus Mythologie und Popkultur. Interessierte können sich in den Songtiteln auf eine Spurensuche begeben.

„Tales Of Humanity And Greed“ ist ein Schritt in die richtige Richtung

Wie bereits „White Stained Inferno“ wird auch „Tales Of Humanity And Greed“ mit einem Intro eröffnet, das die Spannung steigert und eine Vorahnung bezüglich des Repertoires von Band und Album schürt. Death-doomig steigen TEMNEIN hier ein, und legen zudem einen atmosphärischen und melancholischen Grundton fest. Der Opener „The Blind And The Greedy“ beginnt stilistisch ähnlich, verdeutlicht aber den Melodeath-Einfluss, der auf dem gesamten Album wesentlich größer ausfällt als der des Death-Doom. Positiv ist eine merkliche Steigerung im Vergleich zum letzten Album, wenn auch keine übermäßige.

Keine großen Sprünge für TEMNEIN

„Tales Of Humanity And Greed“ ist ein wenig abwechslungsreicher geworden als sein Vorgänger, plätschert an manchen Stellen aber dennoch etwas. Ihre Stärke, die Melodien, nutzen TEMNEIN auf diesem Album aber besser als zuvor. Sie erinnern phasenweise an OMNIUM GATHERUM, was unter anderem an den recht ähnlichen Vocals liegt. Diese laufen beim finnischen Kollegen Jukka Pelkonen zwar doch etwas besser rein als hier, Jocelyn Fidry kann sich aber trotzdem sehen lassen. Da wirkliche Highlights auch auf der aktuellen Scheibe ausbleiben – auch wenn „I Am Davy Jones“ und „City Of Gold“ anfangs vielversprechend wirken – sind große Sprünge in der Punktewertung für diesen Release noch nicht drin. Die sechs Punkte aus dem Soundcheck fallen da sehr angemessen aus.

15.05.2020

headbanging herbivore with a camera

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