Tenside - Mental Satisfaction

Review

Galerie mit 18 Bildern: Tenside - Rock am Härtsfeldsee 2018

Nu- oder New-Metal ist mittlerweile nicht mehr wirklich neu und im Prinzip ist dieses Genre relativ tot. Zum Glück, wird da mancher sagen, wobei… da verhielt es sich in der Hochzeit dieses Bereichs wie mit der Bildzeitung: Jeder meckert drüber, aber irgendwer muss den Scheiß ja gekauft haben. Wie dem auch sei, die Dießener Kameraden von TENSIDE scheren sich darum eher wenig und zelebrieren auf ihrem zweiten Album „Mental Satisfaction“ pumpenden, groovenden Metal mit fetten Gitarren, einem wuchtigen Bass, monotonem Gebrülle (wenigstens keine Raps) und dankenswerterweise sparsam eingestreuten „Fucks“ und „Motherfuckers“.

Wie gehabt ist der Sound recht fett und kräftig, wie es für diese Stilrichtung obligatorisch ist und live könnte die Chose durchaus für anerkennendes Nicken sorgen, aber auf dem heimischen Sofa… na ja. Ihr Songwriting ist dabei noch ganz ordentlich, ihren Groove Metal statten sie trendbewusst hier und da mit Metalcore-Schlagseite aus und mit dem extrem eingängigen und in bestimmten Passagen ebenfalls etwas Metalcorigen „Only The Strongest Survive“ liefert man nebenbei einen Song ab, der vor zehn Jahren sicherlich für einen Massenauflauf auf der Discotanzfläche gesorgt hätte. Doch ansonsten herrscht trotz allem Bemühen um ein Mindestmaß an Abwechslung recht viel Gleichförmigkeit und nicht zuletzt aufgrund der etwas schwächeren zweiten Albumhälfte kommt relativ schnell Langeweile bei dieser rund 37minütigen Angelegenheit auf. Nennenswert sind vielleicht noch das vergleichsweise melodische und mit guten Leads zubereitete „Wake Up Your Life“ sowie das mit netten Tempoverschiebungen arbeitende „Hellfire“. Wie bereits angesprochen, ist das Gebrülle von Frontmann Daniel Kuhlemann relativ eintönig, der gelegentliche Cleangesang fällt dabei weder positiv noch negativ ins Gewicht, ja, irgendwie fällt er gar nicht wirklich auf.

Bei „Lost In Blindness“ hat man mit Zoltan Farkas den Schreihals der Ungarn EKTOMORF zum Gastbrüllen für sich gewinnen können, was den langweiligen Track aber auch nicht wesentlich aufregender macht. Allerdings eignen sich besagte EKTOMORF, mit denen TENSIDE gerade erst auf Tour waren, ziemlich gut als Vergleich was den Sound der Jungs angeht, wer damit was anfangen kann, sollte bei TENSIDE mal ein oder zwei Ohren riskieren, der Rest darf – und in diesem Falle nicht ganz unberechtigt – weiterhin über das Nu-Metal-Genre ablästern.

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10.04.2008

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