Terrorizer - Hordes Of Zombies

Review

Dass ich das noch erleben darf… ein neues TERRORIZER-Album. Der verstorbene Jesse Pintado wurde durch die Gitarristin Katina Culture ersetzt, an den Kesseln rappelt nach wie vor der freudigerweise genese Pete Sandoval, den Gesang erledigt wie auch schon auf dem Vorgänger „Darker Days Ahead“ (2006) Anthony Rezhawk und, tataaa, am Bass begrüßen wir David Vincent zurück, der schon auf dem Kultdebüt „World Downfall“ (1989) die vier dicken Drahtseile bediente. Und nun? Return of the supergroup? Schön wär’s…

Für alle, die insgeheim immer noch gehofft haben, dass TERRORIZER 2012 endlich wieder so klingen wie auf „World Downfall“, denen sei ans Herz gelegt, sich von diesem Gedanken klipp und klar zu verabschieden. TERRORIZER sind seit „Darker Days Ahead“ nicht mehr die TERRORIZER, die man vor Augen bzw. Ohren hat, wenn ihr Name fällt. Der gesamte Sound der Band ist mittlerweile mehr Metal, weniger Core, die Musik an sich mehr Death Metal, weniger Grind. „Hordes Of Zombies“ führt die Schiene des vorigen Albums fort, nur dass die Band jetzt schlichtweg besser und runder klingt als auf ihrem 2006er Rückkehrversuch. Wenn man übrigens bedenkt, dass auf „Darker Days Ahead“ noch Jesse Pintado an der Gitarre diente und das neue Album mit der Biene an der Axt um einiges besser klingt, kann man schon ins Grübeln kommen. Offenbar war Pintado seinerzeit nicht mehr mit kreativer Würze gesegnet. Aber das ist Schnee von gestern.

Meiner Ansicht nach fällt auf „Hordes Of Zombies“ allerdings, wie auch schon beim Vorgänger, der recht eintönige Gesang von Rezhawk auf, der mich persönlich spätestens beim dritten Lied nicht mehr übermäßig anspricht, weil man bereits alles gehört hat, wozu der Mann imstande ist. Dazu kommt, dass sich Rezhawk hörbar nicht einmal die Mühe gemacht hat, einzelne Textzeilen besonders zu betonen, um den Songs dadurch an den richtigen Stellen mehr Power zu verpassen. Nö, er hat schön eintönig seinen Kram runtergeröchelt und dabei nur eines bewiesen, nämlich dass er stimmlich absolut unvariabel ist. Hier hätte mehr drin sein können, nein, müssen!

Pete Sandoval knattert die Schießbude schön weich und zeigt, dass er nach seiner Verletzung wieder sauber am Start ist. Er bewegt sich insgesamt zwar mehr im Metal-Drumming, als wir es von früher her kennen, aber nunja, wir haben ja auch nicht mehr 1989. Sehr gute Arbeit, die Pete hier leistet, auch wenn ich als alter Nostalgiker ein wenig die geliebten und antreibenden Abschläge auf den Becken vermisse, bevor ICE-mäßig losgerappelt wird. Man kann aber nunmal nicht alles haben, nicht wahr?

Einen sehr guten Eindruck macht auch Fräulein Kati Culture, die die Axt sehr amtlich bedient und durch ihr relativ simples aber zackiges Spiel genau den Trumpf ausspielt, den TERRORIZER eben zu TERRORIZER macht. Kein übertriebenes Metal-Gefummel, sondern zackige Grind-Schrabbeleien, welche zwar moderner Machart sind, aber… hey, nix aber, hier gerne nochmal: Wir haben einfach nicht mehr 1989! TERRORIZER bieten 2012 eben genau das, wozu sie heutzutage imstande sind, nicht mehr, nicht weniger. Somit ist „Hordes Of Zombies“ ein gutes und übrigens schön saftig produziertes, aber definitiv nicht zwingendes Album geworden.

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19.02.2012

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