Teufelsberg - Ordre du Diable

Review

Mit dem TEUFELSBERG Debüt „Ordre du Diable“ bahnt sich neuer polnischer Schwarzmetall Nachschub an und allein diese spärlichen Informationen werden bei einigen für eine gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen.  Bisher trat das anonyme Trio nur durch ein Split-Release mit den portugiesischen MINNESJORD und einem Demo-Tape in Erscheinung.

TEUFELSBERG graben tief in der Vergangenheit

Was vom ersten Ton sofort auffällt ist das komplette Desinteresse an modernen Entwicklungen im Black Metal. Das gesamte Album klingt nach einer nostalgischen Hinwendung zu dem frühen Black Metal der ersten und zweiten Welle. Die Vocals klingen nach alten SAMAEL zu „Worship Him“ und „Blood Ritual“ Zeiten. Musikalisch schwappen hier und da alte BATHORY durch, aber auch früher norwegischer Black Metal, der zweiten Welle, wie GORGOROTH oder ähnliches. TEUFELSBERG scheinen komplett aus der Zeit gefallen zu sein und der erste Höreindruck lässt, trotz anderer stilistischer Mittel, ein ähnlich nostalgisches Gefühl aufkommen wie beim ersten auflegen des letztjährigen BAXAXAXA Debüts „Catacomb Cult“.

Teufelsberg Band

„Ordre Du Diable“ – Nostalgisch aber nicht altbacken

Nach einem kurzen Intro geht es im Opener „Devil’s Praetorians“ auch gleich zackig und melodisch los um dann zwischendurch in etwas rockigere Gefilde auszubremsen. Der Sound ist insgesamt rau, trocken und aufs Wesentliche reduziert und formt damit auch einen wichtigen Teil der Gesamtatmosphäre. Die beiden folgenden Tracks „Malign Incantation“ und  „Procession of Dying Cherubs“ folgen dem gleichen Muster. Mit „In The Glare Of The Funeral Moon“ folgt dann ein erstes Highlight des Albums: eine wunderbar hymnische Melodie und spärliche Andeutungen eines Synthie-Sounds werden hier zu einem mitreißenden Mid-Tempo Stampfer vermengt. Ein zweites Highlight ist dann der letzte Track „Teufelsberg“ der sich fast durchgehend im Uptempo-Bereich befindet und auch die Synthies etwas stärker durchscheinend lässt. Stellenweise stellt sich gar leichte MGLA Atmosphäre ein, auch wenn das Riffing nicht die Ausgereiftheit ihrer Landsleute erreicht.

Fazit: Absolut kein Black Metal von der Stange

Was TEUFELSBERG hier geschaffen haben ist definitiv kein kommender Genre Klassiker und setzt auch keine neuen Standards. „Ordre Du Diable“ ist aber ein grundsolides Schwarzmetall-Album, welches es authentisch schafft eine Nostalgie zu erschaffen, die viele Hörer suchen und auch mit gutem Grund zu schätzen wissen.

06.05.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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1 Kommentar zu Teufelsberg - Ordre du Diable

  1. Vlad_the_Impala sagt:

    Kann man hören, muss man aber nicht.
    Ist jetzt nix, was auch nur ansatzweise euphorisierend wäre.
    Gleichgültige 5 von 10.
    Gibt sicherliches Schlechteres..

    5/10