Timo Tolkki's Avalon - The Enigma Birth

Review

Timo Tolkki ist mittlerweile Namensgeber für einige Projekte seit seinem Exodus bei STRATOVARIUS, der ja nun auch schon 13 Jahre zurückliegt. TIMO TOLKKI’S AVALON ist das bisher konstanteste Projekt, auch wenn es nach dem Zweitling satte fünf Jahre still wurde, bis vor zwei Jahren „Return To Eden“ erschien. Der Nachfolger, „The Enigma Birth“, steht seit Kurzem in den Regalen eurer Plattenläden und wartet, in bester AVANTASIA-Manier, mit flottem Power Metal und hochkarätigen Gastsängern und -sängerinnen auf. Kann er auch in Sachen Klasse bei Tobi Sammets Metaloper mitspielen?

TIMO TOLKKI’S AVALON – Ein Gitarrist, viele Stimmen

Für den Opener und Titeltrack wählte Tolkki den YouTuber Pellek, welcher hauptsächlich mit Metal-Coverversionen von Anime Songs und Openings von sich Reden machte. In dem flotten Up-Tempo-Track macht er eine gute Figur und stößt in ähnliche Höhen vor wie Timo Kotipelto zu seinen besten Zeiten. Caterina Nix hat in der Vergangenheit auch schon mit Tolkki zusammengearbeitet, ist bisher eher unauffällig gewesen und ist dieses auch auf „I Just Collapse“.

Leider gilt das mit der Unauffälligkeit auch für „Memories“ und das, obwohl dort die großartige Brittney Slayes noch Caterina Nix unterstützt. Bei „Master Of Hell“ muss ich aber kurz aufgucken. Singt da etwa Bruce Dickinson auf TIMO TOLKKI’S AVALON? Nein, es ist Raphael Mendes. Der Brasilianer hat ebenfalls mit YouTube auf sich aufmerksam macht und veröffentlicht Videos unter dem Motto „Was wäre, wenn Bruce Dickinson bei anderen Bands singen würde?“ Und natürlich hat er ein großes Repertoire an IRON MAIDEN-Coverversionen im Gepäck.

„The Enigma Birth“ macht gute Promo für andere Bands

Wolltet ihr schon immer mal wisssen, wie Jake E ohne seine Ex-Kolleg*innen von AMARANTHE klingt? Hört euch „Another Day“ an. Findet ihr das ganz gut? Ab zu CYHRA mit euch. Mögt ihr den Gesang von Marina La Torraca? Dann sind PHANTOM ELITE oder EXIT EDEN etwas für euch. Habt ihr aus irgendeinem Grund noch nie etwas von Fabio Lione gehört? Dann zieht euch ältere Alben von RHAPSODY OF FIRE rein. Um an die wahre Stimmgewalt der bereits erwähnten Brittney Slayes heranzukommen, empfiehlt sich ein Abstecher in die Diskografie von UNLEASH THE ARCHERS. Jake E und Slayes sind im Duett („The Fire And The Sinner“) wiederum eine wirklich gute Kombination, die die beiden sich für künftige Veröffentlichungen ihrer Hauptbands merken sollten.

Timo Tolkki ist ein guter Gitarrist und kann gutes Material schreiben, gerade „Angels Of The Apocalypse“ hatte seine Momente, was natürlich auch an den hochkarätigen Damen an den Vocals lag. Die Atmosphäre von Projekten wie AVANTASIA ist aber eindeutig dichter. Zurück bleibt ein ordentliches, symphonisches Power-Metal-Album.

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26.06.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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