Unhale - Sins Overcome

Review

Ich weiß gar nicht, wie oft ich das eben Gehörte bereits zuvor gehört habe. Unter einem anderen Bandnamen. Irgendjemand müsste sich mal die Mühe machen einen Stammbaum anzufertigen, der, durch gut sichtbare Entwicklungsstränge verbunden, alle Musikgruppen miteinander verbindet, die mehr oder minder große Ähnlichkeiten miteinander haben oder sich schlichtweg kopieren.

Man kann die Erwartungshaltung mit Sicherheit nicht derart hoch ansetzen und sagen, dass man mit jedem neu erscheinenden Output einer neuen Band ein innovatives und stilprägendes Werk erwartet. Man kann aber auch keine Höchstnote unter das Album setzen und der Band sagen, dass sie das klasse gemacht hat.

Ganz so schlimm, wie es die Einleitung vermuten lässt, ist es zwar um UNHALEs “Sins Overcome“ nicht bestellt, man stößt jedoch trotzdem schnell auf allseits bekannte Strukturen. Metalcore mit wenigen Thrash-Anreicherungen, sich abwechselnde Shout-,Growl-, Gesangspassagen, viel Aggressivität, gepaart mit Melodien. Fertig ist die Albumbeschreibung. Irgendwie unterscheidet man, so geht es mir in diesem Genre mittlerweile zumindest, nur noch nach dem musikalischen Können und Level, auf dem das Ganze angesiedelt ist, weil das Ergebnis ja doch relativ gleich klingt.

Und da können UNHALE in Sachen Instrumentalisierung eine ganze Menge. Allen voran die Gitarren und das Schlagzeug wissen durch Spielfreudigkeit und Variation zu überzeugen. Das zu Beginn stark an KREATOR erinnernde “Aces Don’t Make You Win“ macht ebenso Spaß, wie das kurze “Intro“ und die Orchestralparts in “Fake And False“. Die Produktion ist richtig gut, vor allem das nach dem Bandnamen benannte “Unhale“ entzündet ein gewaltiges Leuchtfeuer unter dem Allerwertesten.

Man kann es drehen und wenden, wie man will. “Sins Overcome“ kann auf kurze Zeit gesehen mit Sicherheit Spaß machen, Fans von relativ standardisiertem Metalcore könnten auch durchaus über einen längeren Zeitraum ihre Freude an diesem Werk haben. Aber vom rein musikalischen Anspruch ausgehend, ist das hier einfach zu wenig.

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31.10.2009

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