Veruca Salt - Resolver

Review

Nachdem die Zügelhalterin Nina Gordon VERUCA SALT verlassen hatte, blieb Louise Post zunächst nahezu alleine zurück. Sie rekrutierte ein paar neue Leute und erarbeitete das beste Album in der bisherigen Karriere der Band. „Resolver“ wurde geboren, ein Werk, das so emotional intensiv ist wie der Verlust eines geliebten Menschen oder der Turkey im Krankenhaus nach einem Selbstmordversuch mit einer Überdosis Drogen.

Mit „Born Entertainer“, „Yeah Man“, „Officially Dead“, „Only You Know“ und „Hellraiser“ sind gleich fünf Hits auf dem Album vertreten, wovon drei sogar als Single veröffentlicht wurden. Besonders ansprechend finde ich jedoch „Only You Know“ und „Hellraiser“, zwei Lieder, die verdammt intensiv und regelrecht berauschend sind. Mit einer gehörigen Portion Schmerz und melancholischer Härte vorgetragen, reißen einen die beiden Stücke mit und können in der richtigen Stimmung gehört absolut in Trance versetzen.

Emotionale Tiefe ist auf „Resolver“ stets vorhanden, wobei die Parts und Gesänge trotzdem immer eingängig und leicht nachvollziehbar bleiben. Sozusagen schnell zugänglicher Alternative Rock, der aber nie billig oder aufgesetzt daher kommt. Wenn man bereit ist, sich der Musik zu öffnen und nicht von vorneherein eine Abneigung gegen derartige Klänge hegt, wird „Resolver“ eine wunderbare Wirkung entfalten.

Nina Gordon wird jedenfalls überhaupt nicht vermisst und Neuchefin Louise Post macht ihren Job sogar deutlich besser als ihre ehemalige Kollegin. Mit etlichen Grunge-Elementen, besonders im Bereich der Gitarren und des schön ehrlichen Sounds, würzen VERUCA SALT ihre Musik und verhindern dadurch, dass sie zu schnulligen Radio-Rockern verkommen. Der nötige Pepp ist also vorhanden. In Kombination mit dem durchweg guten Songwriting kann man dem Vierer eine wunderbare Platte bescheinigen.

„Resolver“, das übrigens von Brian Liesegang und Louise Post Hand in Hand produziert wurde, ist ein durch und durch rundes Album und kann sehr häufig richtig begeistern. Die Musik bewegt sich durchweg im oberen Level und stößt ab und zu in Spitzenregionen vor. Ein gesundes Auf und Ab wird hier geboten, wobei das „Ab“ keineswegs mit „schlecht“ oder „schwach“ gleichzusetzen ist.

Wer schmeichelnden, aber auch rockig-röhrenden Frauengesang nicht mag, braucht diese Band erst gar nicht antesten. Wer aber auf gepflegten Alternative Rock steht, der ebenfalls gerne mal mit schweren Gitarren glänzt und der trotzdem locker im Radio gespielt werden kann, der sollte sich mit VERUCA SALT und besonders mit „Resolver“ auseinander setzen. Es lohnt sich bestimmt.

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26.09.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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