Voltron - Beyond An Armoured Skin

Review

Unter einer rauhen Schale steckt ein weicher Kern, sagt das Sprichwort. VOLTRON belehren uns eines besseren: unter einer harten Schale steckt ein mindestens ebenso harter Kern.

Geradezu wegweisend für die Musik des Quintetts ist das Panzernashorn auf dessen insgesamt vierten Tonträger, “Beyond An Armoured Skin”.
2002 hatten die drei Kollegen Mars Brennen (g, bv), Nik Hyakkujuu-Ou (b) und J.R. Lavendel (d) die Idee zum gemeinsamen Musizieren. In dieser Besetzung zimmerten sie im Jahre 2003 zwei EPs ein. Verstärkt durch Kerry Klonk, einen weiteren Axtschwinger und Dionysos Tinnitus, einen regulären Sangesmann, veröffentlichte man nach nur einem Jahr (2004) “T-34”, inspiriert vom gleichnamigen, berühmt-berüchtigten russischen Kampfpanzer. Einschlägige Kreise überschlugen sich voll des Lobes, sprachen von fettem Bulldozersound und Dampfwalzensongs.

Und auch auf “Beyond An Armoured Skin” üben sich die Männer mit den lustigen Namen im ungemütlichen, erdrückenden Dampfwalzengroove. Sperrige Riffs und kreischiger, stellenweise effektverzierter Gesang erinnern an CROWBAR und NEUROSIS (Danke, Peter!). Mal stürzen meterhohe Gitarrenwände über dem Kopf des Hörers zusammen, dann kommt ein unerwarteter Break, alles wird sehr emotional, fast zerbrechlich, bevor VOLTRON erneut Gas geben- “BAAS” ist ein unglaublich spannendes, weil völlig unabschätzbares Album.

Obwohl ich hier dank konstant hohen Spannungs- und sonstigen Niveaus keinen Song hervorheben kann und mag, weise ich auf den Rausschmeißer “Blossom Of Dispair” hin. Mehrstimmige Gitarrenmelodien, Tempiwechsel und zäher, zermalmender Sound machen dieses knapp elf Minuten lange Meisterwerk zum regelrechten -Verzeihung!- Mindfuck, der sich irgendwann im Nebel stehender Töne, hypnotischer Beats und immer lauter werdender Rückkopplung auflöst.

Für alle Schubladenfetischisten werden im Pressetext zu “BAAS” verschiedene Möglichkeiten der Einordnung aufgezählt: Hardcore, Doomcore, Metal. Liegt die richtige Lösung -wie so oft- im Kompromiss? Nein. Wenig bescheiden gibt man an gleicher Stelle die Antwort: VOLTRON ist einfach VOLTRON. Na bitte!

28.11.2007

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