Weak - Dark Desires

Review

WEAK ist eine deutsche Dark Rock-Band aus Hagen und hat in den letzten Jahren bereits einige EPs veröffentlicht. Mit „Dark Desires“ veröffentlicht die vierköpfige Band erstmals ein Studioalbum.

Die Band sagt zu den 11 Songs: „Der gemeinsamer Nenner der meisten Songs ist irgendwo das Verlangen, wenn auch der unterschiedlichsten Art, also nicht nur reine Lust. Jedoch loten wir dabei meist dessen düstere Seite aus, sei es z.B. Melancholie, Verzweiflung oder Verlust“.

Der erste Track „Wolfmoon“ startet mit düsteren, schweren Gitarren (Alex), hohe Keybards setzen melodische Akzente. In der Strophe geht Sänger Quims tiefe Stimme leider unter, der Chorus überzeugt aber in eingängiger Weise. Electro-Beats im Industrial-Stil untermalen „Jede Nacht“, die hohe Stimme irritiert… interessant.

„Into The Night“ wurde vorab als erste Single des Debütalbums veröffentlicht. Ein (aufgrund der Keyboards) etwas kitschiger Song, der vom Stil her sehr an die Hamburger Dark Rocker MONO INC. erinnert. Sanfte Gitarren voller Sehnsucht leiten „Don’t Farewell“ ein, Sänger Quims angenehme tiefe Stimme kommt hier voll zu Geltung, der Refrain ist leider nur durchschnittlich.

Wieder blecherne elektronische Beats und etwas grungige Gitarren rocken zu leider nahezu völlig monotoner Melodie vor sich hin. „Going Nowhere“ führt leider auch nirgendwohin. Völlig irritierend und unglaublich nervig sind die Funk-Alarm-ähnlichen Piep-Töne, die das MEN WITHOUT HATS-Cover des 80er-Jahre-Hits „The Safety Dance“ begleiten. Geschmackssache, an sich aber mit Sicherheit ein recht unnötiges Cover. Aber zumindest wird hier die Liebe der Band zum Synthie-Pop deutlich.

„The Devil’s Rose“ saugt diese elektronische Atmosphäre auf. Im Refrain werden Erinnerungen an DEPECHE MODE wach, auch gibt es ein solides Gitarren-Solo. Allerdings zieht sich der Song etwas. Mit „Folge Mir“ sind WEAK vollkommen im Industrial-Trend angekommen, COMBICHRIST lassen grüßen. Wird mit Sicherheit der breiten Masse gefallen.

Eine etwas ausgewogenere Mischung aus elektronischen und Dark Rock-Elementen bietet „The Art Is Mine“, Oldschool-Liebhaber werden mit dieser düsteren Seite von WEAK mehr anfangen können. „Hellfire“ lädt mit seinen minimalistischen Düster-Beats ohne Frage zum Absteppen ein, verzerrte Stimmen transportieren atmosphärisch die Message des Songs. Allerdings wird die Struktur des Songs nicht ganz deutlich.

Voll und bombastisch kommt wenigstens der Schlusstrack „My World“ noch einmal daher. Hier harmonieren die harten Gitarren mit den männlichen Vocals, Sänger Quims Stimme kippt gewollt tragisch im Refrain und lässt mitleiden.

Die deutsche Band WEAK, die hofft, in Zukunft noch mehr live zu performen, hat mit „Dark Desires“ ein stilsicheres Debütalbum vorgelegt, dessen 11 Songs in angenehmer Weise zwischen düsterem Dark Rock und dynamisch groovenden Electro-Industrial-Anteilen wandeln, immer begleitet von der charismatischen dunklen Stimme des Sängers Quim. Die Mischung dürfte den aktuellen Zeitgeist treffen. Nichtsdestotrotz kann dies nicht über einige kompositorische Schwächen hinwegtäuschen. Ausbaufähig, hohes Potenzial.

 

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18.10.2015

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