Wolok - Servum Pecus

Review

Ihr kennt das sicherlich: Ihr seht ein Albumcover, das euch anspricht und malt euch bereits aus, wie denn die dazugehörige Musik so klingen könnte. Wenn die Verpackung stimmt, wird jawohl der eigentliche Inhalt auch nicht so übel sein, nicht wahr? Tja, wenn es doch bloß immer so einfach wäre! Manchmal wird man nämlich äußerst unsanft daran erinnert, wieso man sich bei seinen Plattenkäufen nicht nach Äußerlichkeiten richten sollte: um nicht auf Mogelpackungen wie WOLOK hereinzufallen.

Düster, verschroben, skurril, furchteinflößend – all das sind Attribute, die zwar auf das gelungene Cover, nicht aber auf den Lärm dahinter zutreffen. Der ist zu 90% absolut nervtötend, sonst nichts. Es scheint, als wollten WOLOK Bands wie BLUT AUS NORD und DEATHSPELL OMEGA nacheifern, doch was dabei letztendlich herauskommt klingt eher wie eine Mischung aus den dissonantesten Momenten XASTHURs und STRIBORG (die Kollegen Stendahl und Sickman wird‘s freuen…) in hektisch. Größtenteils vollkommen planlos und erzwungen pseudokompliziert wurschteln sich die Franzosen mit dünnem Staubsaugergitarrensound, stark verzerrtem Gesang sowie drucklosem Konservenschlagzeug irgendwie durch 43 endlos erscheinende Minuten und gehen mir dabei ordentlich auf die Nüsse.
Was soll das überhaupt, was zum Henker wollen mir WOLOK mitteilen? Bin ich vielleicht einfach zu blöd für dieses Album? Verstörend ist das chaotische Geschwurbel zugegebenermaßen schon irgendwie, aber mehr auf die nervig-ungewollte „wenn der Mist nicht gleich vorbei ist, gieße ich mir Wachs in die Ohren“-Art.

Fazit: Meines Erachtens ziemlicher Käse. Ich hab‘s zwar gerne abgedreht und disharmonisch, doch bei WOLOK beschleicht mich das Gefühl, dass die Herren mit ihren vermeintlich komplexen Strukturen und Riffs lediglich über mangelndes Talent hinwegtäuschen wollen. Nur das Cover, das ist und bleibt gut. Stammt aber auch nicht von WOLOK, sondern von einem (leider verstorbenen) polnischen Künstler namens Zdzislaw Beksinski.

19.01.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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