Xandria - Ravenheart

Review

Galerie mit 20 Bildern: Xandria auf dem Knock Out Festival 2017

An Xandria zeigt sich wieder, was einfach falsch läuft in der Musikindustrie. Statt innovativen und interessanten Bands den Rücken zu stärken werden auf sicher getrimmte Klone auf den Markt geworfen. In diesem Falle versucht man im Fahrwasser von Nightwish und Within Temptation noch ein paar Einheiten zu verkaufen und natürlich würde die Band jegliche Ähnlichkeiten als puren Zufall abtun. Zugegeben, die Formation ist schon länger aktiv, dennoch wirkt das ganze Konzept und auch die Musik sehr stark auf die zur Zeit recht populäre Spielart des Metal getrimmt. Eine hübsche, durchaus passable Sängerin, Metal-Gitarren, symphonische Keyboards und immer der Versuch, aus jedem Lied das Maximum an Eingängigkeit herauszuholen – man schreckt dabei auch nicht vor zigfachen Refrain-Wiederholungen zurück. Ihre Sache machen Xandria dabei allerdings nicht wirklich schlecht, die Stücke haben durchaus Charme, aber es fehlt komplett eine eigene Note oder gar eine eigene Vision. Besonders in den schleimigen Balladen wie „Eversleeping“ steigt die Band ganz tief in Klischéesümpfe ab, die selbst einer Celine Dion zu pathetisch wären. So folgt man sklavisch bereits bewährten Methoden, gibt noch ein paar unschlüssige Elektro-Beigaben in die Musik und warum die Band ausgerechnet Gefallen an James Bond-mäßigen Sounds findet, ist auch rätselhaft, passt aber ebenso in das anything-goes Konzept der Band. Wer immer noch nicht genug von den aktuellen Charts zugeschleimt wurde, kann sich auf jeden Fall Xandria zulegen – qualitativ können sie allemal mit den derzeitigen Erfolgsbands mithalten.

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15.04.2004

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3 Kommentare zu Xandria - Ravenheart

  1. Anonymous sagt:

    Also, ich weiß zwar nicht, welches Album mein Vorredner gehört hat, Xandrias "Ravenheart" kann es aber definitiv nicht sein. Oder aber er hat sich nicht die Mühe gemacht, dieses Album mal komplett durchzuhören. Aber ich will mich weniger darüber ergehen, was mein Vorredner überhört hat, sondern, was man von diesem Album WIRKLICH erwarten darf. Zugegeben, Vergleiche mit Nightwish, Within Temptation oder Evanescence (warum wurden die eigentlich nicht genannt) bieten sich an. Warum auch nicht? Die Band Xandria braucht sich nicht hinter diesen Bands zu verstecken. "Ravenheart" dürfte jedem bereits durch das Video bekannt sein: Dieser Song ist ein Ohrwurm allererster Güte und natürlich höchst Chart-tauglich (ansonsten hätte man es wohl kaum als Single ausgewählt). Dass Xandria aber auch ganz anders können, beweist bereits der nächste Song "Lioness", der sich einem durch die vielen Tempo-Wechsel erst nach mehrmaligen Hören richtig erschließt. Die Gänsehaut-Ballade "Eversleeping" als Schmalz zu bezeichnend, hat sich der Autor des Reviews selbst als unfähig erwiesen, Kitsch und Pathos im positiven Sinne trennen zu können. Oder hat der Autor eventuell Probleme mit sanften Klängen? Wäre bei ihm "Nothing else Matters" dann auch als Kitsch abgetan worden (man zähle mal mit: Beim Metallica-Song werden nicht nur die Refrains pausenlos wiederholt, sondern sogar die Strophen)? Anyway, man mag "Eversleeping" mögen oder nicht, wer Songs wie das mit Jazz-Elemten gewürzte "Some like it cold" oder das punkige "Black Flame" (in der Szene schon längst Kult) auf einer Scheibe vereint, dem kann man nun wirklich nicht vorwerfen, nur nach den Charts greifen zu wollen. Die Musik von Xandria ist einfach gut, sie bleibt im Ohr und hat inzwischen eben auch soviele Anhänger gefunden, dass sie es in die Charts schaffen können. Warum auch nicht? Schließlich müssen die Musiker ja auch irgendwovon leben. Und solange sie sich musikalisch nicht verbiegen wie manche schon in diesem Kommentar genannten Herren aus der Bay Area, ist das auch vollkommen legitim. Und wenn jemand etwas gegen Bands haben, die in die Charts einsteigen, habe ich einen Super-Tipp für euch: Trollkotze! Denn die Band ist so schlecht, da könnt ihr euch sicher sein, dass die niemals in den Charts auftauchen wird. Ich halte es jedoch lieber mit Musik.

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    Ich würde es ja gerne gut finden, jedoch ist hier wirklich jeder Song absolut ausgelutscht! Sogar der Hit \"Ravenheart\" ist den ausgekoppelten Songs von Within Temptation zum Verwechseln ähnlich. (Wobei natürlich Sharon Den Adels Gesang um Klassen besser ist).
    Braucht man also nicht wirklich…
    Trotzdem sind ein paar nette Klänge dabei – für Leute, die von Nightwish-Kopien nicht genug bekommen können sicher sehr interessant, doch wer hört schon gerne die Kopie, wenn das Original gut genug ist?
    Genau – niemand!

    2/10
  3. gollum2000 sagt:

    Meine Wertungen zu den einzelnen Songs: Ravenheart 10/10; The Lioness 9/10; Back To The River 9/10; Eversleeping 8/10; Fire Of Universe 9/10; Some Like It Cold 9/10; Answer 8/10; My Scarlet Name 8/10; Snow-White 6/10; Black Flame 6/10; Too Close To Breathe 8/10; Keep My Secret Well 9/10! Gesamtwertung: 8,3/10

    8/10