Zero Degree - Surreal World

Review

“Surreal World“ heißt das Debüt Album der Nordhausener ZERO DEGREE. Was sie darauf anbieten, ist allerdings alles andere als surreal. Gradlinig und direkt hauen sie uns ihre Mucke um die Ohren. Aber der Reihe nach.

Zunächst einmal wird augenfällig, dass die Combo – dafür dass sie gerade einmal vier Jahre alt ist – durchaus schon einige Erfolge aufzuweisen hat. Immerhin spielte sie schon Gigs mit Bands wie EISREGEN, MAROON und SUIDAKRA. Dabei passt das Material des Sextetts nur bedingt zu diesen Bands. ZERO DEGREE gehen wesentlich melodischer zu Werke. Vor allem die Gitarrenarbeit zeigt deutliche Anklänge an den klassischen Heavy Metal. Es sind vor allem die mehrstimmigen Gitarrenläufe und die blitzsaubere Melodieführung, die Erinnerungen an IRON MAIDEN wach werden lassen. Auf der anderen Seite zitieren die Sechssaiter aber immer auch wieder modernere Combos. Gerade die Riff-Strukturen könnten aus dem New Metal der Marke DISTURBED oder dem Melo Death von DARK TRANQUILITY stammen. Auch die Rhythmus-Arbeit von Drummer Tobias ist ähnlich janusköpfig. Auf der einen Seite gibt es immer wieder treibende Strukturen aus Hard Rock oder klassischem Heavy Metal. Auf der anderen stehen aber auch moderne Downbeats oder aggressive Doublebass-Attacken.
Ist das musikalische Material also eher ausgewogen, gibt Sänger Thomas dann den entscheidenden Ausschlag in Richtung Moderne. Sein Gesang weist stark in die melodische Death Metal-Ecke. Mehr als einmal fühlt man sich an Anders Fridén (IN FLAMES) erinnert. Zwar sind die Vocals fast durchgängig gegrowlt, dennoch sind sie klar verständlich. Außerdem nehmen sie auch eine starke Rolle ein, wenn es um die Melodieführung geht. Zwar sind sowohl bei ihm, wie auch bei seinen Bandkollegen, die Vorbilder noch deutlich zu hören, dennoch verstehen die Jungs etwas von ihrem Handwerk und haben knackig-treibende Songs geschaffen, die eingängig sind und denen zugleich auch die nötige musikalische Tiefe nicht fehlt.

Abgerundet wird das Ganze von einer ausgezeichneten Produktion, welche die Stärken der Platten bestens zur Geltung bringt. Druckvoll und klar perlt der Sound aus den Boxen, das Schlagzeug kann ordentlich Wucht entfalten und auch die manchmal fast schon zärtlich-melancholischen Gitarren-Melodien werden ins rechte Licht gerückt. Dieses Niveau, genau wie das des Covers, ist nicht gerade selbstverständlich für eine Eigenproduktion. Ebenso wenig wie das Niveau des Songwritings und der Ausführung selbstverständlich für ein Debüt-Album sind. Wenn ZERO DEGREE weiterhin so konsequent arbeiten und zur rechten Zeit am rechten Ort sind, könnte das was werden mit der Musik-Karriere.

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27.12.2010

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