Zodiac Ass - A Monument Of Ignorance

Review

Um Grenzgänger im eigentlichen Sinne handelt es sich bei den Burschen von ZODIAC ASS offenbar nicht nur was die Herkunft betrifft. Das österreichisch-deutsche Quartett kümmert sich zudem auch stilistisch nicht die Bohne um stilistische Grenzen und agiert sowhol in der alten, wie auch in der neuen Schule des Thrash Metals.

Deshalb bekommt der Zuhörer mit ihrer zweiten Scheibe „A Monument Of Ignorance“ auch eine gute dreiviertel Stunde lang andauernde, satte Ladung Ohrenprügel verabreicht, die Fragmente der 80er intus, aber sehr wohl die Essenz des Thrash der 90er Jahre offenbart.

Schon mit ihrem ersten Scheibchen „Lefthandmasturbator“ konnten sich die Jungs durchaus positive Resonanzen erspielen, eine Schande, würde ihnen das mit ihrem aktuellen Dreher nicht auch gelingen. Immerzu harsch im Ansatz, aber trotz mitunter brachialer Härte, dennoch mit dem nötigen Quäntchen Melodie in der Hinterhand, ackern die Jungs durch ihr Programm und beweisen, dass Groove und Thrash Metal in jedweder Form einfach zusammengehören.

Die von der Band erwähnten Vorbilder aus den 80er Jahren kommen vor allem im Riffing immer wieder zum Vorschein, hinsichtlich des Grooves sind es wohl vorwiegend die späteren SEPULTURA, an denen ZODIAC ASS übermäßigen Gefallen gefunden haben dürften. Dazu müssen aber auch die aktuellen EXODUS erwähnt werden, deren Brachialität man immer wieder im Radar zu haben scheint.

Auffällig an den Kompositionen ist auch noch, dass zwar Soli durchaus vorhanden sind, die Band aber bestrebt gewesen zu sein scheint, die Tracks immerzu auf den Punkt zu bringen, ganz egal in welchem Härtegrad man agiert. Geglückt ist der Band auch die Ausführung ihrer Texte, wofür man sich an sozialkritischen Formationen wie SACRED REICH zu orientieren scheint, was ZODIAC ASS auch gut zu Gesicht steht.

Doch bei aller musikalischer Kompetenz der Burschen, sei sehr wohl auch noch angemerkt, dass der Gesangsbeitrag von Wolfgang Denk noch verbesserungswürdig ist. Der Kerl stellt zwar unter Beweis, dass er einen verdammt guten Brüller abgibt, doch leider versteht es noch nicht wirklich, akzentuiert zur Sache zu gehen.

Dadurch fehlt es „A Monument Of Ignorance“ im Endeffekt einzig an ein wenig Abwechslungsreichtum, was Euch aber nicht davon abhalten sollte diesen „Ärschen“ ein Ohr zu leihen.

07.05.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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