Civil War
Der Neuanfang

Interview

Mit ihrem dritten Album “The Last Full Measure” stürzen sich die Schweden CIVIL WAR wieder ins Gefecht. Mit dem Keyboarder Daniel Myhr haben wir uns über das neue Werk, das vierjährige Bandbestehen und natürlich SABATON unterhalten.

Die aktuelle Scheibe stellt den Abschluss der “Civil War”-Triologie, nach den Büchern von Jeff Schaara (und seinem Vater Michael, der für “The Killer Angels” den Pulitzer-Preis erhielt), dar. Doch von denen steckt weniger in den Scheiben drin, als man zunächst glauben mag: “Eigentlich haben wir nur die Titel von den Büchern übernommen. Es geht auch nicht in allen Texten nur um den amerikanischen Bürgerkrieg, sondern wir haben es mit verschiedenen Themen gemischt. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass niemand von uns die Bücher gelesen hat. Ich habe “The Killer Angels” zuhause und es ist auf meiner Leseliste, aber leider bin ich ein langsamer Leser,” erzählte der 36-jährige lachend.

Ungewollte Ähnlichkeiten

Als Erstes dürfte bei dem Album die große Ähnlichkeit des Titels und Covers zu “The Last Stand” von SABATON auffallen. Der Keyboarder meint dazu: “Der Titel steht bereits seit 2012 fest, als wir uns für die Schaara-Triologie entschieden haben. Das haben wir auch schon in den damaligen Interviews deutlich gemacht. Ich weiß also nicht, ob das ein Zufall ist oder nicht. Da musst du die Jungs von SABATON fragen. Und beim Cover haben wir einfach das Thema von “Gods And Generals” fortgeführt. Es liegt uns fern, deren Stil zu kopieren oder etwas ähnliches zu machen. Wer das Cover für “The Last Stand” gemacht hat, weiß ich nicht, aber für “The Last Full Measure” haben wir Péter Sallai beauftragt. Vielleicht kommt daher die Ähnlichkeit.” Das tut sie wohl, denn Péter Sallai hat sich nicht nur um das neue Werk von CIVIL WAR, sondern auch um “The Last Stand” gekümmert.

Blicken hoffnungsvoll in die Zukunft: CIVIL WAR

Blicken hoffnungsvoll in die Zukunft: CIVIL WAR

Es ist schon vier Jahre her, dass SABATON sich von Oskar Montelius, Rikard Sundén, Daniel Mullback und Daniel Mÿhr getrennt haben. Der Letztere denkt “nicht wirklich, dass wir nur darauf reduziert werden, dass wir früher bei SABATON waren, aber die Verbindung zu dieser Band war eben das, was wir am Anfang  hatten. Natürlich hatte auch Patrik sich einen Namen bei ASTRAL DOORS, LIONS SHARE und WUTHERING HEIGHTS erarbeitet. Wir wollten das nicht wirklich betonen, aber es war kostenlose Werbung. Wir wollen stets unseren eigenen Weg gehen, aber egal, was wir machen, wir werden eh immer mit unseren früheren Bands verglichen. Manchmal nutzen wir es und manchmal eben nicht.”

“Der Ausstieg von SABATON hat mich musikalisch weitergebracht.”

Die Frage, ob ihn der Ausstieg von SABATON musikalisch weitergebracht hat, beantwortet er mit einem “klaren Ja. Ich habe damit einen Teil meiner musikalischen Kreativität zurückerlangt. Bei SABATON haben wir nur die Vorstellungen von Joakim und Pär umgesetzt, aber bei CIVIL WAR musste ich darüber nachdenken, was ich machen will. Dazu kommt, dass ich damals eine Menge an technischem Können verloren habe, da wir nur die Songs gespielt haben und ich damit aufhörte zu üben. Aber nun habe ich das Feuer wieder. Es ist jetzt nicht so, dass ich momentan ne Menge üben würde, aber ich fange jetzt damit an, Zeug von früher zu spielen und es macht mir wieder Spaß.”

Der Neuanfang

Abschließend zieht er noch eine Bilanz zu vier Jahre CIVIL WAR: “Es fühlt sich an, als ob alles gestern gewesen wäre. Wir mussten eine Menge durchmachen mit Besetzungswechseln und alles, aber es passierte so natürlich. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir auf das nächste Level wollen. Denn wir haben uns immer ein bisschen zurückgehalten, insbesondere wir ehemaligen SABATON-Mitglieder. Nach dem exzessiven Touren sehnten wir uns danach, mal wieder in die Realität nach Hause zurückzukehren und generell mal wieder hungrig auf Konzertreisen zu sein. Das fühlt sich so an, wie unser richtiger Anfang und dass wir alles erreichen können, wenn wir genügend von unserer wiedergewonnen Energie darein stecken. Wir müssen nur abwarten und sehen, wo uns das letztlich hinführt.”

13.11.2016

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