Odroerir - Das Erbe unserer Ahnen

Review

Galerie mit 1 Bildern: Odroerir - Fimbul Festival 2012

Früher, lasst euch sagen von alten Tagen, waren ODROERIR ein fester Abonnent der Arschbombe im (seinerzeit noch) Qualitätsmedium Rock Hard. Die etwas seichte Mischung als Metal und Folk sorgte hinsichtlich Ausführung und Professionalität für Stirnrunzeln. Besonderes Highlight war der Vergleich der Schalmeien mit den Fürzen von Uwe “Buffo” Schnädelbach.

Entgegen dieser Unkenrufe konnte ich mit den Thüringern durchaus etwas anfangen. Die urigen “Lasst euch sagen aus alten Tagen…” und “Götterlieder” empfand ich aufgrund ihrer Eigenständigkeit als durchaus interessante Alternativen zu seinerzeit eher im Pagan (Black) Metal verorteten Szenekollegen.

Statt Götterlieder III kommt nun…

Seit dem letzten Lebenszeichen von Fix und seinen Komparsen sind nun tatsächlich schon sieben Jahren vergangen. “Götterlieder II” erschien 2010 über Einheit Produktionen. “Das Erbe unserer Ahnen”, welches übrigens explizit nicht “Götterlieder III” ist, dessen Erscheinen sich gemäß Presseinfo allerdings andeutet, führt die bisherigen Schwerpunkte der Band im akustischen bzw. Folk Bereich weiter aus. Blast Beats, harsche E-Gitarren oder Schreigesang wird man auf “Das Erbe unserer Ahnen” nicht finden. Dafür rücken Percussion, Maultrommeln, historische Instrumente und Chöre in den Vordergrund und dominieren das Album.

Die, komplett von Frontmann Fix produzierte, Platte ist dabei weit überwiegend ein Akustikalbum. Dabei ist vieles gleichförmig, entspannt und hörspielhaft. Lediglich “Phol Ende Uuodan” tritt hervor, ein eher düsteres und kräftigeres Stück, welches von einer weiblicher Stimme und einem Chor getragen wird.

ODROERIR – coming of age…

Man könnte fast sagen, ODROERIR veröffentlichen mit “Das Erbe unserer Ahnen” ihr coming of age-Album. Denn die Platte wirkt gesetzt, durchdacht und gereift. Sicherlich ist das Album keine Revolution oder sorgt für ein gezieltes Aufhorchen in Zeiten in denen die meisten Bands der Maxime “schneller, höher, extremer” verpflichtet sind.

Das Album ist in diesem Kontext eher eine filigrane Miniatur mit einem klaren Stimmungsbild. Vor einer möglichen Anschaffung sollte der geneigte Hörer den folgenden Teaser einer Prüfung unterziehen.

16.06.2017

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