Steel Mammoth - Atomic Oblivion

Review

Sie bezeichnen es als “True-Freedom-Punk-Metal-New-Wave-Of-Finnish-Heavy-Metal-Spirit”. Wir bezeichnen “Atomic Oblivion” zunächst einmal als STEEL MAMMOTHs erstes Album nach sechs Jahren.

STEEL MAMMOTH sind zurück…

“Die spinnen, die Finnen”, könnte man sagen, wenn man sich ein paar Bilder der fünf Nordmänner anschaut. Zwei Löcher in eine Papiertüte geschnitten und fertig ist der Kopfschmuck für wahre Rocker. Oder wer es etwas anspruchsvoller mag, darf sich gerne Alufolie um den Kopf wickeln. Ihr wisst doch, man muss aus der Masse hervorstechen. Um jeden Preis. Und vor allem dann, wenn die Musik nicht für die nötige Aufmerksamkeit zu sorgen scheint. Apropos Musik: STEEL MAMMOTH brachten 2007 ihr erstes Album auf den Markt und waren dem Hard Rock zuzuschreiben. Mit den letzten beiden Alben “Nuclear Rebirth” und “Nuclear Funeral” ging die Band immer mehr in Richtung Heavy Metal mit Punk-Einflüssen. Auch auf dem aktuellen Album haben sie diese Ausrichtung weiterverfolgt.

…aber wissen auf musikalischer Ebene nicht wirklich zu überzeugen.

Gleich zu Beginn von “Atomic Oblivion” kracht es, was das Zeug hält. Jeder malträtiert sein Instrument nach Belieben und die Vocals werden mehr schlecht als recht ins Mikro gerotzt. An dieser Stelle könnte auf das Wesen des Punks hingewiesen und argumentiert werden, dass das so sein muss. Es kann aber auch angeführt werden, dass die Songs schlicht nicht durchdacht sind und bis auf wenige Ausnahmen wie “Shit Testament” oder “Clearing Of Frost” kaum auf musikalischer Ambition gegründet sind. Und die Sechs-Minuten-Marke haben STEEL MAMMOTH bei “Armageddon Speed” auch nur geknackt, weil die Wörter “perpetual motion machine” an die 15 Mal nacheinander gesungen werden.

Vielleicht ist es ratsam, bei den Aufnahmen für das nächste Album die Alufolie vom Kopf zu nehmen und ein Auge auf präziser gespielte Instrumente, überlegtere Lyrics und eine klarere Produktion zu haben. Ansonsten geraten STEEL MAMMOTH mit Alben wie “Atomic Oblivion” wortwörtlich schneller in die Vergessenheit, als es ihnen lieb ist.

11.08.2017

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