Rebellion
Listening Session zu "A Tragedy In Steel II - Shakespeare's King Lear"

Special

A Tragedy In Steel II Shakespeare's King Lear

A Tragedy In Steel II Shakespeare’s King Lear

Es ist nicht zu kalt, aber definitiv auch nicht warm, als wir am 13.01.2018 ins schöne Grävenwiesbach im Taunus aufbrechen, um an der Listening Session zum neuen REBELLION-Album zu partizipieren. Wider Erwarten werden wir unterwegs nicht von nervigen Staus aufgehalten, sodass man sich pünktlich am Ort des Geschehens einfindet. Präsentiert wird “The Tragedy Of Steel II – Shakespeare’s King Lear” im Nauntown Music HQ bei Snacks, Softdrinks und Bierchen. Frank Wilkens, seines Zeichens Boss bei Nauntown Music und Manager von REBELLION bedankt sich, dass wir der Einladung gefolgt sind. Im Vorwort zur Listening Session will Frank nicht zu viel verraten, “aber das Album ist wirklich sehr stark”. Eine recht knapp gehaltene Einführung. Egal, schließlich geht es hier um die Musik. Auch Tomi Göttlich (REBELLION-Kopf/-Basser – cb) will uns nicht allzu lange auf die Folter spannen, hält sich ebenfalls kurz und signalisiert, dass es los gehen soll.

Epik und straighter Metal

Eingeleitet wird “The Tragedy Of Steel II – Shakespeare’s King Lear” mit dem Song zum aktuellen Video der Band (“A Fool’s Tale”), der wiederum selbst recht ungewöhnlich startet und bedingt durch die akustischen Gitarren zunächst einmal Western-Flair verbreitet, bevor es in die Vollen geht. Dabei fällt auf, dass sich REBELLION nicht nur dem nicht leichten Stoff aus der Feder von William S. mit Liebe zum Detail gewidmet, sondern auch viel Wert auf guten Sound gelegt haben. So wird der epische Track ins rechte Licht gerückt. “Dowerless Daughter” kommt dagegen schon simpler und vermeintlich zugänglicher daher. Die Nummer drückt gut nach vorne, ist dadurch weniger episch als der Vorgänger, kommt dafür aber mit einem coolen Mittelteil daher. Danach geht es wieder in die epische Richtung. “Thankless Child” ist eine erhabene Nummer und punktet durch perfekt in den Song integrierte Spoken Word Sequenzen (wesentlich besser, als beim Debüt damals), sowie 70er Jahre Chöre. Mit “Stand Up For Bastards” präsentieren REBELLION den bis dato schwächsten Song des Albums. Trotz nettem Mittelteil ist das Stück viel zu unauffällig. Dafür kommt nun mit “Storm And Tempest” eine schöne Metalnummer aus den Boxen, die zudem einen klasse Refrain aufweisen kann. Zaubert ein Grinsen in die Gesichter der Anwesenden. Es geht aber noch besser, denn “Demons Of Madness” und “The Mad Shall Lead The Blind” stellen in der Mitte des Albums gleichzeitig auch die unangefochtenen Highlights dar. Erstgenanntes ist ein mächtiger Groover mit spannend arrangierten Strophen und einem unheilverkündendem Refrain. “The Mad Shall Lead The Blind” hingegen ist ein geiler Uptempo-Banger, der mit einem schön teutonisch gehaltenen Refrain und coolen Mittelteil überzeugen kann. An Abwechslung mangelt es “The Tragedy Of Steel II – Shakespeare’s King Lear” sicherlich nicht. So bearbeitet auch “Black Is The World” wieder neue Facetten des REBELLION-Sounds. Dem Song stehen ganz klar BLACK SABBATH als musikalische Paten zur Seite. Sehr heavy – ein klassischer Headbanger mit ‚Fäuste in die Luft‘-Attitüde. Das folgende “Battle Song” ist eben eine Schlachtenhymne. Beginnend mit einem IRON MAIDEN-Lick, sticht vor allem der heroische Refrain, der mit zackiger Doublebass unterlegt ist, heraus. Auch “Blood Against Blood” geht gut nach vorne und ist ebenfalls mit einem starken Refrain ausgestattet worden. Um den Kreis zu schließen, wird es gegen Ende der Scheibe noch einmal episch. Mit einem gelungenen Spannungsbogen versehen, kann “Truth Shall Prevail” eine ganze Menge. Zwar ist die Nummer ein ‘Grower’, bleibt dafür, wenn sie den Hörer einmal für sich eingenommen hat, aber ziemlich beharrlich im Ohr. Der letzte Song des Albums hört auf den Namen “Farewell” und kann glatt als die Ballade der Scheibe bezeichnet werden. Bis auf das etwas nervige Ende, rundet das Stück “The Tragedy Of Steel II – Shakespeare’s King Lear” gut ab.

Operation geglückt – Patient lebt

Nachdem das Album durchgelaufen ist, gibt es Applaus von der versammelten Journalistenschar. Es folgt eine gemeinsame Fragerunde, was super zu der entspannten Atmosphäre den ganzen Tages über passt. Ein gemütliches Beisammensein. Vor dem Abendessen machen wir uns mit der Erkenntnis auf den Heimweg ins schöne Ruhrgebiet, dass REBELLION ein echt starkes Album aufgenommen haben und zurecht stolz auf die Scheibe sind. Fans werden am 26.01.2018 von dieser Platte definitiv nicht enttäuscht werden.

22.01.2018

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