Nekromant - Temple Of Haal

Review

NEKROMANT aus Schweden waren schon für die Premiere ihres Videos zu „Behind The Veil Of Eyes“ bei uns zu Gast und treten nun mit ihrem kürzlich erschienenen Album „Temple Of Haal“ an. Jenes bietet klassischen Heavy Metal auf Spuren von Bands wie BLACK SABBATH oder PENTAGRAM, ohne dabei eine angestaubte Produktion vorzuweisen.

NEKROMANT lassen die Klassiker auferstehen

Fans von klassischem Heavy Metal mit leicht doomigem Touch sollten bei der Band tatsächlich hellhörig werden. Irgendwo zwischen den genannten Klassikern und einem Schuss CANDLEMASS rangiert der nichtsdestotrotz sehr eigenständige Sound von NEKROMANT, welcher aber druckvoll genug für das Jahr 2021 ist. Der glasklare Gesang von Mattias Ottosson hat viel Wiedererkennungswert und der Gitarrist Adam Lundqvist haut einen Haufen gutklassiger Riffs und Soli heraus.

Die Band fühlt sich dabei in flotten Dreiminütern wie „The Woods“ ebenso zuhause wie bei getrageneren Stücken der Marke „Olórin’s Song“, eine Verneigung an die „Herr der Ringe“-Trilogie. Kenner wissen, dass Olórin der Name Gandalfs nach seiner Reise nach Valinor ist. Gerade letztere Stücke nehmen sich Zeit für Songaufbau und überraschen mit variierten Strukturen innerhalb der Songs, die einen immer mal wieder aufhorchen lassen.

NEKROMANT lassen den Melodien viel Raum, was dazu führt, dass sich die einzelnen Songs schnell in den Gehörgang fräsen. Die Musiker verstehen ihr Handwerk und kredenzen im Laufe der guten Dreiviertelstunde ein gesundes Potpourri aus klassischem, aber auch modernen Heavy Metal. Auch die Doomer kommen in langsamen Stücken wie „King Serpent“ auf ihre Kosten. Ebenso auch im Rausschmeißer, welchen wir euch ja bereits vor einiger Zeit vorstellen durften.

„Temple Of Haal“ – Klassische Moderne

Wo andere Bands übermäßig im Gestern leben oder ihre großen Heroen nur kopieren, schaffen NEKROMANT wirklich auf voller Länge den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Mit „Temple Of Haal“ können alte und junge Fans gewonnen werden. Die Schweden veröffentlichen damit einen kleinen Geheimtipp zum scheidenden Jahr 2021.

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09.12.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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