
Knorkator
Aller guten Dinge sind 30!
Konzertbericht
Zum Glück entschieden sich KNORKATOR 2010 gegen die Auflösung, sodass wir 16 Jahre später den 30. Geburtstag der Truppe feiern dürfen. Mit „Weltherrschaft Für Alle“ hat die Berliner Band ein neues Album im Gepäck, doch die unsterblichen Klassiker dürfen nicht fehlen. Vorbands braucht eine gestandene Band zwischen Bierernst und Blödelei ohnehin nicht, daher geht es direkt um 20 Uhr mit der Hauptattraktion los.
Bericht: Jannik Kleemann (Bremen)
Fotos: Thomas von Schaewen (Frankfurt am Main) und Barna Tanko (Köln)
KNORKATOR singen von Unheil und Buchstaben
Der Humor von KNORKATOR war schon immer subtiler als der der Rosa Armee Fraktion J.B.O. – jedenfalls dann, wenn Stumpen nicht gerade ins Mikrofon furzt. „Buchstabe“ ist ein Klassiker der Band, der nach dem eröffnenden „Das Unheil“ den Bremer Schlachthof zum Kochen bringt. Einziger Nachteil ist die Location, die im ausverkauften Zustand grundsätzlich zu voll ist. Mindestens zwei Dutzend Besucher:innen können die Band nur hören, da der Platz vor der Bühne für die Menge nicht ausreicht.
KNORKATOR freuen sich über alle Anwesenden und begrüßen sowohl die Gäste auf den Rängen als auch vorne im Graben. Auf „Weltherrschaft Für Alle“ finden sich neben neuen Songs wie „Ismus“ und „DMT“, die an diesem Abend gespielt werden, auch neue Versionen von Klassikern. So interpretieren die Sprösslinge von Stumpen und Alf Ator – Agnetha und TimTom – heute Abend „Ich Verachte Jugendliche“. Die beiden sind mittlerweile ebenfalls erwachsen, spielen ihre Rollen jedoch überzeugend. Agnetha – Künstlername „Nethi“ – singt häufig im Hintergrund, übernimmt aber auch mehrfach die Lead Vocals. TimTom spielt die zweite Gitarre. Bei „Böse“ nimmt er seinem Vater die Growls ab, was sehr gut klingt.
Galerie mit 27 Bildern: Knorkator – Aller guten Dinge sind 30! 2026 in Frankfurt


Eine Reise durch KNORKATORs Geschichte
Auffällig ist, dass die beiden jüngeren Outputs „Widerstand Ist Zwecklos“ und „Sieg Der Vernunft“ komplett ausgespart werden. Das ist schade, denn sie enthalten einige starke Nummern. Stattdessen erklärt uns Stumpen, warum er ein ganz besonderer Mann ist, ein alter Mann ist oder woran er den Todeszeitpunkt einer Wasserleiche bestimmen kann.
Alf Ator singt von seinem „Eigentum“ und wird beim „Liebeslied“ kurz ernst. Im Zugabenblock finden sich der Evergreen „Wir Werden Alle Sterben“ sowie das obligatorische „Zähneputzen, Pullern Und Ab Ins Bett“. Das wirkt angesichts des Konzertendes um 22:15 etwas früh, ermöglicht aber einen gemütlichen Ausklang bei ein oder zwei Getränken.
Wir freuen uns auf das nächste Gastspiel von KNORKATOR in Bremen und hoffen auf etwas mehr Luft zum Atmen im Publikum. Alternativ könnten sie – wie 2022 – ins Aladin kommen oder ins Modernes wechseln. Dort finden mehr Fans Platz.
Galerie mit 21 Bildern: Knorkator – Aller Guten Dinge Sind 30! 2026 in Köln


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Jannik Kleemann































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