Knorkator
Knorkator

Interview

KNORKATOR – Deutschlands meiste Band der Welt. Das spricht für sich! Mehr muss ich doch nicht sagen, oder? Also gefälligst weiterlesen und Pläsier haben!

Ps: Das Interview mit Sänger Stumpen ist uncut!

KnorkatorHallo Stumpen,

Hallo Sergej Sergejewitsch,

wie gehts denn so?

Ach, ganz gut eigentlich – und selbst?
Was macht die Kunst?

Ihr tourt ja schon geraume Zeit und habt auch noch viele Gigs vor euch – was schlaucht im Moment am meisten?

… dass ich nicht nur Rufer, sondern auch irgendwie Manager der Boygroup KNORKATOR bin.

Da wir der Welt eine tolle Platte schenken wollen, tanze ich neben meinem Privatzeux also noch auf dreierlei anderer Hochzeiten – Konzerte, Studioproduktion und Büroscheiß.

Im Vorgespräch habe ich mich ein bisschen mit Alf unterhalten und er meinte, dass er meistens die Interviews gibt und seltener die anderen. Ist er der ungekrönte König der Band?

Ja, meinetwegen.

Er ist halt der moderateste, eloquenteste, beste, klügste und außerdem der Boss und Diktator dieser Kapelle.

Ich hatte vor einiger Zeit die große Ehre DISCO BRUTAL auf der Popkomm-Party im Frannz Club (Berlin) erleben zu dürfen. Diese Formation wurde dir vor einigen Jahren zum Geburtstag geschenkt. Kannst du unseren Lesern verraten, ob deine Band demnächst was großes plant? Ich denke da an Veröffentlichungen, Festivalauftritte etc..

Hm, warte mal, ich sortiere das für mich und die Leser mal auseinander…

DISCO BRUTAL ist eine Band von Freunden, die mir zu meinem 40. Geburtstag ein unikatelles Konzert geschenkt haben.

Musik aus den 70igern, die ich mochte und auch heute noch gerne höre – alles querbeet von RAMONES hin zu GARY GLITTER in tendenziell knorkatorischem Gewand auf die Geburtstagsbühne gebracht.

Neben den Musikern der Kapelle SUB DUB MICROMACHINE und einer befreundeten und tollen Sängerin, waren Alf und Buzz Dee natürlich auch mit am Start.

Und da das wirklich toll war und viel zu schade für eine Eintagsfliege, vereinbarten wir, dass wir auf Anfragen dieses Projekt weiter verschenken werden.

So auch den Menschen, die zur Party der Messe Popkomm kamen.

Die Kapelle KNORKATOR planen natürlich immer etwas. Ob es was Großes ist, oder was Kleines, weiß ich nicht. Wir geben uns in allem, was wir tun, große Mühe und Hauptsache dabei ist, dass es uns einen Riesenspaß macht. Wer davon was abhaben will – gerne.

Ob das neue Album nun ein Knaller wird, oder nicht, ob wir damit reicht und berühmt werden, oder wir doch eher in der Versenkung bleiben, das hängt ja von anderen ab, nicht von uns. Auf alle Fälle ist das bisherige Material aus meiner Sicht sehr gut und wir hoffen, dass wir mit der Wahl eines vernünftigen Studios auch eine fette Produktion hinbekommen.

Kommt bald mal wieder ein Buch oder was? Kanns kaum abwarten! (Zwischenkommentar von mir: „Kamm im Bär über Backen“ war das geilste Bild „wo“ gibt auf der Welt!)

Wenn wir genügend Zeit haben und der geistig kreative Fluss weiter fließt, was sich nicht auf CD bannen, eher in Bücher drucken lässt, dann wird es sicher auch wieder ein neues Buch geben. Aber das wird eher etwas dauern.

Wer zeichnet eigentlich all diese Bilder? Und habt ihr nicht Angst irgendwann mal von irgendwelchen instrumentalisierten Radikalen in einem beliebigen Dritte Welt-Land verbrannt zu werden?

Alf Ator ist der Genie und Maler zugleich.

Es gibt tatsächlich einige Entwürfe und Ideen, die sich anbieten würden, als Provokation durchzugehen. Aber darum geht es uns ja nicht. Das wird auf einen Bierdeckel gemalt, in der Runde gezeigt und ordentlich darüber gelacht. Nach einstimmigem „zu riskant“ wird dieser Bierdeckel dann von uns eigenhändig und heimlich verbrannt.

Ok, zurück zur Band! Ihr seid jetzt mittlerweile bestimmt schon zwölf Jahre zusammen als Band tätig – zwölf Jahre, das heißt die Band kommt so langsam in der Pubertät! Werdet ihr jetzt erst recht auf die Kacke hauen oder lasst ihr es ab jetzt etwas langsamer angehen? Stichwort: neues Album!

Zum einen heißt das kommt in DIE Pubertät und zum anderen gibt es eine andere Altersberechnung für Musiker – ähnlich anzuwenden, wie bei Katzen oder Hunden.

Da rechnet man ja 1 zu 7 bis 1 zu 13.

Ich rechne jetzt mal folgendermaßen:
Es gibt Bands, die sterben nach einer Probe, oder nach dem ersten Konzert, was 6 Monate nach Gründung stattfindet – das gleicht einem Kindstod.

Andere hingegen lassen sich noch nach 36 Jahren musikalischer Mitwirkung noch auf die Bühne rollen – das sind die uralten musikalischen Reptilien.

Somit muss man eine andere durchschnittliche Lebenserwartung für Bands definieren.

KNORKATOR befinden sich am Ende ihres 1. Drittel ihrer Existenz – somit umgerechnet nicht mehr in der Pubertät, sondern menschlich betrachtet etwa Ende zwanzig.

Wir werden wie gehabt auf die Kacke hauen und machen das auch so lange, bis man uns das per Gesetz verbietet oder unsere zerfetzten Körper das nicht mehr zulassen.

Stichwort neues Album – ob das neue Album nun ein Knaller wird, oder nicht, ob wir damit reicht und berühmt werden, oder wir doch eher in der Versenkung bleiben, das hängt ja von anderen ab, nicht von uns. Auf alle Fälle ist das bisherige Material aus meiner Sicht sehr gut und wir hoffen, dass wir mit der Wahl eines vernünftigen Studios auch eine fette Produktion hinbekommen.

Was ich oben noch nicht beantwortet habe, ist die frage der Festivalauftritten…

Es gibt in der Kapelle 2 verschiedene Auffassungen. Die einEN sagEN – rar machen und dann voll Pulle, die anderen sagen, kontinuierlich weiter machen.

Und da wir darüber noch nicht entschieden haben, wird erst mal weiter gebucht und weitergespielt…

Aktuelle Termine gibt’s immer auf der Webseite…

Nächstes Stichwort: Zukunft der Band. Hat die Formation KNORKATOR ein Verfallsdatum? Oder gibt es konkrete Pläne, es noch bis zum neuen Renteneintrittsalter von 67 miteinander aushalten?

Da benütze ich bitte noch einmal meine vorangegangene Erklärung zur Altersberechnung:

Wir sind als Musiker im vorderen mittleren Alter und nur beileibe Rentner.

Die optische Erscheinung des Gitarristen Buzz Dee lässt leider keine andere Einschätzung zu…

Gibt es deiner Meinung nach vielleicht etwas, was euch als Band auseinander bringen könnte?

Wenn wir die Karten auf den Tisch packen und offen miteinander reden, dann werden wir wahrscheinlich feststellen müssen, dass jeder jeden betrügt und das würde die Band auseinander bringen. Ich glaube, dass Alf Buzz Dee fickt. Des weiteren weiß ich, dass Buzz Dee mich fickt und ich Alf ficke. Ab und zu ficke ich auch Buzz Dee und glaube, dass Buzz Dee wiederum Alf fickt. Aber so richtig weiß das keiner. Aber wenn das raus kommt…

Nur so am Rande: Wer ist eigentlich der Frauenliebling bei KNORKATOR? Und wie haltet ihr euch die Groupies (egal, ob männliche oder weibliche) vom Hals?

Es gibt eine Aart Ordnung bei KNORKATOR:

Buzz Dee: die alten Frauen
Alf: die alten Männer
Ich: alles junge

Und jetzt eine etwas intimere Frage. Verhält sich Gero (so dein bürgerlicher Name) zu Stumpen, wie Dr. Jekyll zu Mr. Hyde?

Das ist kompliziert und so einfach nicht zu beantworten.

Ich müsste beide Seiten befragen und das klappt nicht, weil der andere zuhört und sofort intervenieren würde, von wegen stimmt nicht…

Abschließend noch ein bunter Fragenmix. Ich wünsche dir schon jetzt viel Spaß beim Beantworten!

Na dann mal los…

Es gibt die berühmte aber ausgelutschte Standartfrage – Wie würdest du eure Musik einem Tauben erklären? Ich meinerseits würde gern wissen, wie du eure Musik einer Taube(!) erklären würdest.

Ich habe diese Frage noch nie gehört und deshalb auch keine Standardantwort darauf parat.

Da ich all deine Fragen in 3 Minuten beantwortet haben und dir zugeschickt haben möchte, diese Frage mich aber zwingt länger, als nur 3 Minuten darüber nachzudenken, um eine kluge Antwort zu finden, beantworte ich sie nicht richtig: unsere Musik ist speziell und nur für taube gemacht.

Vor kurzem lief auf jedem Fernseh-Sender der Spott DU BIST DEUTSCHLAND! Fühlst du dich wie Deutschland?

Was ist das denn bitte? Wie bitte fühlt Deutschland? Werbung? Für was?

Die Initiatoren und Menschen, die das zu verantworten haben, gehören gesteinigt, gevierteilt, geteert, gefedert und anschließend mit Fackeln aus dem deutschen Dorf vertrieben.

Ihr als alte Grand Prix-Hasen – was denkt ihr über den Bundesvision Song Contest? Würde ihr da eventuell mitmachen? Oder vielleicht doch wieder beim Echten? oder ist das Thema zu ausgelutscht?

Vicky Leandros, Cindy und Bert, Nicole, Katja Ebstein, die Gruppe WIND, Lena Valaitis, Heidi Brühl, Wencke Myhre – das sind alte Hasen. Wir sind das doch lange noch nicht.

Mein Gott, ja, die Idee einst war gut und wir hatten eine Menge Spaß dabei, auch wenn es überhaupt nicht um Musik ging und Stefan Raab ist auch nett. So, fertig. Und ob wir da noch einmal mitmachen würden – warum?

Der Bundesvision Songcontest ist dagegen etwas anderes, eine tolle Plattform mit fürs Entertainment, professionell und medial sehr wertvoll.

Sofern sich das anbietet – ich wäre dafür, weil ich glaube, dass es in dieser Show um Musik und man mit Qualität bestehen kann.

Was bedeutet Musik für dich?

Alles, wenn die Freunde stimmen und man so miteinander alt werden will.

So, am Schluss angelangt, kannst du dir noch eine Überschrift oder auch einen markanten Satz für dieses Interview aussuchen! Vielleicht etwas prägnantes oder was auch immer!

Gott spricht
Ich bin keine Straßenbahn
Was auch immer
Eine überschrift

Ich danke dir für das Beantworten meiner Fragen und wünsche dir noch viel Erfolg bei den restlichen Konzerten auf der Tour! Die letzten Worte sind natürlich die deinen!

Ich habe keine restlichen Worte…

Galerie mit 18 Bildern: Knorkator - Zweck ist widerstandlos Tour 2020 in Andernach
24.02.2006

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