Knorkator - Tribute To Uns Selbst

Review

Galerie mit 20 Bildern: Knorkator - Zweck Ist Widerstandslos Tour 2019 in Berlin

Knorkator haben sich nicht neu erfunden. War eigentlich nicht anders zu erwarten, aber irgendwie hatte ich auch nach der eher mittelmäßigen Hasenchartbreaker die Hoffnung nicht verloren, daß sie wieder an Schlechst-of-Zeiten anknüpfen könnten. Demzufolge stellte sich bei mir nach den ersten Hördurchgängen Enttäuschung ein: Musikalisch wird das bereits bekannte geboten, die Texte waren auch schon mal besser, dazu kommen mit „Extrawurst“ und „Ich verachte Jugendliche“ zwei absolute Nullnummern. Und dann noch der unvermeidliche Aufguss von „Weg nach unten“, diesmal als „Campingmicks“. Ja, daß Lied war klasse, aber mittlerweile kenn‘ ich es schon ganz gut, dankeschön! Weil ich allerdings nicht glauben wollte, daß Knorkator sooo schlecht geworden sein sollten, hab ich mir die CD also immer wieder und wieder angehört. Und siehe da, irgendwann finden sich mit „VIVA Buzz Dee“ mit Buzz Dee am Gesang, der Single „Ich lass mich klonen“ oder „Eh, du alte Ficksau“ echte Klassiker des schlechten Geschmacks, wobei letzteres keinem, aber auch wirklich gar keinem gefallen wird, der Knorkator ob ihres Grand-Prix-Auftritts „süß“ oder „witzig“ gefunden hatte. Ein schöner Tritt in die Mainstream-Fresse! Beim Rest der CD ist zu hoffen, daß einige Lieder, unter ihnen auch als mittlerweile traditionelles Cover „All that the wants“ (wo bleibt „Ma’Baker“?), sich wenigstens live zu Krachern entwickeln. Was ist sonst noch? Schlagzeuger Chrisch Chrasch scheint jetzt offizielles Bandmitglied zu sein, Alf Ator ist erstmals nicht für alle Texte verantwortlich, und zuletzt natürlich die Hoffnung auf wieder bessere Zeiten…

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16.08.2000

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2 Kommentare zu Knorkator - Tribute To Uns Selbst

  1. Anonymous sagt:

    Ehm, die Lieder sollen lustig sein? Hab sie auch mehrere male angehört und mit jeden weiteren hören verlor es immer mehr an "Komik", bis sie einfach nur noch leeren Inhaltes waren; einzig und allein "Eh du alte ficksau" und "ich lass mich klonen" machen aus einer sonst absolut schlechten Scheibe wenigstens eine, auf die ich, aber allerhöchstens, noch 3 Punkte geben kann.

    3/10
  2. Anonymous sagt:

    Es ist wie bei jedem knorkigen Album. Ein paar Songs überaus gelungen, wie zum Beispiel "verflucht und zugenäht" mit seinem unglaublich schwer zu singenden Text oder "Komm wieder her" und natürlich "ich lass mich klonen" sind genial umgesetzt. Knorkator hat es einfach drauf, die banalsten Dinge in musikalischer Ausführung genial rüberzubringen.

    8/10