Knorkator - Weg Nach Unten

Review

Galerie mit 20 Bildern: Knorkator - Rockharz 2018

Einen Weg nach unten beschreiten KNORKATOR mit ihrer letzten Veröffentlichung ganz bestimmt nicht! Wobei es wahrscheinlich auch darauf ankommt, ob man unten oder oben als Ziel definiert. Unter dem musikjournalistischem Aspekt belassen wir es mal bei oben, und genau dort ist „Deutschlands meiste Band der Welt“ mit dieser DVD angekommen. Ein würdiges Abschiedsgeschenk! Denn KNORKATOR präsentieren sich in der 164 Minuten Familienproduktion noch einmal von ihrer besten Seite.

Neben einem Interview mit der Band gibt es zwei Konzertmitschnitte zu sehen, die in „Plugged“ und „Unplugged“ unterteilt wurden. An all die, die es nicht glauben wollen: Ja, KNORKATOR haben tatsächlich ein Unplugged-Konzert gespielt und es mitgeschnitten. Alleine diese Tatsache rechtfertigt schon den Kauf der DVD. Für wen das noch nicht genug ist, der wird auch mit einem zusätzlichen Standard-Konzert gut bedient. Wobei Standard hier KNORKATOR-Qualität bedeutet: Mit allen Spinnereien und allen wichtigen Songs der Bandgeschichte.

Schon vor Konzertbeginn kann man die Jungs in Unterwäsche bestaunen (und die zahlreichen Verewigungen anderer Bands an der Wand), um dann den Bühnenaufstieg und volle 21 Lieder zu genießen. Von der ersten Minute an droht die Stimmung überzukochen. Publikum und Band zeigen sich hier von ihrer allerbesten Seite. Nach zwei bis drei Liedern lässt Stumpen die Hüllen fallen und röhrt passend dazu die herrlich abgedrehten Texte ins Mikro. Dazwischen wird immer wieder für ein bisschen Abwechslung gesorgt. Seilhüpfen mit einem brennenden Seil, das Werfen von Schaumstoffverstärkern ins Publikum passend zu „Ich hasse Musik“ oder die kindliche Untermalung von „Wir werden alle sterben“, indem man die echten Kinder auf die Bühne geschafft hat, die zwar reichlich deplaziert, aber vielleicht gerade deswegen schon wieder passend wirken. Man bekommt hier einfach noch ein letztes Mal das volle Programm geboten! Umso besser, dass auch die Kameraführung und der Sound absolut erstklassig sind.

Ansonsten bekommt man mit „Kinderlied“ noch einen neuen Song geboten, der zwar nichts Besonderes darstellt, aber sich gut in den Konzertinhalt einfügt. Musikalisch kann man über KNORKATOR definitiv geteilter Meinung sein, aber in den Texten findet man dann meist wieder den gemeinsamen Nenner. Denn das ist es, was diese Band ausmacht und was live auch eine solche Stimmung erzeugt. Schade, dass die Zeit nun gekommen ist. Hier endet nun die Ära einer der erfolgreichsten, wenn nicht der einzigartigsten deutschen Fun Metal Band aller Zeiten.

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10.09.2008

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