ALPHA TIGER
Interview mit Peter Langforth

Interview

ALPHA TIGER

Nachdem die sächsischen Power Metaller ALPHA TIGER mit „Beneath The  Surface“ 2013 quasi einen Senkrechtstart hinlegten, spielten sie auf den größten Bühnen Europas und eröffneten Shows für Bands wie TANKARD, GRAVE DIGGER, W.A.S.P., QUEENSRYCHE & Co. Für die zweite Jahreshälfte des Jahres 2014 ist die Veröffentlichung des dritten Studioalbums geplant. Was dieses mit sich bringt und mehr erfragte ich im Interview mit dem Gitarristen Peter Langforth.

ALPHA TIGER

Guten Abend Peter, es ist noch eine knappe Stunde bis zu eurem Gig, wie geht es dir?

Mir geht es gut, ich bin nur gestresst von den letzten Tagen, aber ansonsten geht es mir gut.

Bis 2011 wart ihr in ähnlicher Besetzung ja noch als SATIN BLACK unterwegs, wie kam es zum Namenswechsel?

Es hatte einige Gründe. Vor allem waren wir mit dem Namen nie wirklich zufrieden, das reicht zurück bis 2006, als wir unseren ersten Gig hatten, welcher ziemlich unverhofft kam. Also standen wir auf der Bühne und sagten uns „Jetzt bräuchten wir eigentlich noch ’nen Bandnamen“, dann erinnerten wir uns an eine Liste, auf der wir ein paar mögliche Namen gebrainstormt haben, und entschieden uns für SATIN BLACK. Allerdings hatten wir anschließend einige Besetzungs- und Richtungswechsel und als wir dann kurz davor waren, unser erstes Album „Man Or Machine“ zu veröffentlichen, nutzten wir die letzte Möglichkeit und suchten uns einen Bandnamen, mit dem wir zufrieden waren. Vorher kannte uns kaum einer, insofern war das kein Problem …

Mittlerweile sind Konzerte in eurer Heimat ja eher zu einem seltenen Erlebnis geworden, tut es gut, mal wieder vor „heimischem“ Publikum zu spielen?

Auf jeden Fall, es ist immer schön, vor Freunden zu spielen. Die ersten zwei bis drei Jahre haben wir das allerdings fast inflationär betrieben. Jetzt, wo wir die Chance haben, europaweit zu spielen, sollen die Gigs in der Heimat immer etwas ganz Besonderes sein. Wir könnten natürlich jedes Wochenende an irgendeiner Steckdose der Region spielen, aber wenn wir hier spielen, ist es meist etwas Besonderes. Wie zum Beispiel dieses Festival …

Vor ein paar Wochen habt ihr ein weiteres Mal das Tonstudio in der Bundeshauptstadt geentert und die bereits veröffentlichte Single „Lady Liberty“ deutet ohne Zweifel schon einmal auf eine gelungene Fortsetzung zum 2013 veröffentlichten Album „Beneath The Surface“ hin. Wie weit seid ihr mit der neuen Scheibe?

So gut wie fertig, wir hatten gestern den letzten Recording-Tag in Berlin. Die neue Platte wird „Identity“ heißen [Anm. d. R.: und im September 2014 erscheinen]. Wir haben uns diesmal viel Zeit gelassen und somit wird die neue Scheibe von der Produktion noch einmal um einiges fetter sein. Gemixt wird das Ganze von Tommy Newton, der hat in den 80ern bereits HELLOWEENs „Keeper“-Alben gemischt. Ich denke, es wird ’ne coole Sache werden.

Gibt es sonst noch etwas zu der Scheibe zu sagen?

Da gibt es ’ne ganze Menge. Zum ersten Mal versuchen wir, unseren eigenen Stil zu erschaffen, deshalb heißt die Platte auch „Identity“. Und ich denke, das ist uns gut gelungen. Natürlich singt unser Sänger [Anm. d. R.: Stephan Dietrich] noch, wie er früher gesungen hat, aber wir haben versucht, viele Facetten einzubringen, und haben experimentell mit einigen ungewöhnlichen Instrumenten gearbeitet, um das Ganze aufzufächern.

Ich habe gelesen, dass auch andere Künstler involviert wurden?

Ja, wir kennen mittlerweile viele Berliner Bands und haben deshalb Leute für einen Gang-Shout-Chor gesucht und haben diesen gemeinsam mit sieben bis acht Leuten, unter anderem von SPACE CHASER, aufgenommen.

Man kann das Jahr 2013 durchaus als euren Durchbruch bezeichnen, oder?

Wir waren sehr fleißig und durch das Album haben wir es auf viele große Festivals geschafft: Wir waren auf dem Bang Your Head, auf dem Wacken Open Air, auf dem Rockharz und im Rest Europas. Das alles haben wir vor allem der Promotion von Century Media zu verdanken. Dieses Jahr waren wir bisher ein bisschen ruhiger, das lag natürlich daran, dass wir das letzte viertel Jahr fast nur im Studio waren. Vermehrt auf Tour gehen wir dann wieder im Herbst und Festivals gibt es dann vor allem wieder 2015.

Was war dein Highlight 2013?

Der ganze Sommer war ein einziges Highlight, wir haben beinahe jedes Wochenende ein bis zwei große Festivals gespielt, da fällt es wirklich schwer, eins herauszupicken.

Ihr habt bisher bereits einige Opener-Slots für Größen wie QUEENSRYCHE und W.A.S.P. besetzt, nicht immer eine positive Erfahrung, oder?

Also, die Shows vor QUEENSRYCHE waren sehr gut, sehr nette Leute, jeden Abend’‘ne Show vor 500 bis 600 Leuten und mit der Band gab es auch kein Problem. Bei W.A.S.P. waren die Hallen noch ein Stückchen größer, da waren es jeden Abend ungefähr 1000 Leute, aber da gab es dementsprechend auch strikte Regeln. Es war somit nicht ganz einfach, allerdings hat man auch ordentlich Promotion bekommen, insofern sollte man das differenziert betrachten.

Was sind Ziele für die Zukunft?

Mit „Identity“ wollen wir die nächste Stufe erklimmen und unserem Ziel, eines Tages von der Musik leben zu können, näherkommen. Wir sind auf ’nem guten Weg, aber das dauert noch ein bisschen.

Was sind aktuell deine Favoriten der Szene? Gib unseren Lesern doch mal eine Empfehlung …

Ich muss zugeben, dass ich privat relativ wenig Heavy Metal höre. Ich will mich nicht zu sehr beeinflussen lassen, aber natürlich sind Basics wie JUDAS PRIEST oder IRON MAIDEN drin, die bekomme ich auch nicht mehr raus. Aber so versuche ich einfach, abseits vom Metal Inspiration zu finden.

Ok, danke für das Interview. Die letzten Worte an unsere Leser gehören dir:

Wie gesagt, sind wir hier bei Rock im Zwönitztal, spielen gleich direkt vor GRAVE DIGGER, danach kommen SODOM, ich denke das wird ein ziemlich geiler Abend werden und mal schauen. Ich freue mich auf unsere Show!

Galerie mit 12 Bildern: Alpha Tiger - Rockharz Open Air 2013
02.08.2014

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