Bashdown
"Was uns verbindet, ist die Musik!"

Interview

Im September veröffentlicht die Hannover Band BASHDOWN ihr Debütalbum “A New Set Of Problems“. Um die Band besser kennenzulernen, durften wir einige Fragen an Frontmann Helge stellen.

Wie geht es euch so kurz vor der Veröffentlichung eures Debütalbums?

Helge: Natürlich großartig! Wenn man überlegt wie lange es BASHDOWN gibt und wir so schnell eine erste Veröffentlichung am Start haben, dann ist das schon ein echt tolles Gefühl. Für uns ist es auch wichtig, diesen Moment mit unseren Freunden festzuhalten und zu feiern, von daher werden wir dieses auch vollumfänglich am 13. September in der Subkultur in Hannover angehen.

Wie kamt ihr zur Musik? Was war das ausschlaggebende Faktor und in welchem Alter war das ungefähr?

Helge: Martin hat zum Beispiel sehr früh angefangen, das heißt 1980. Ausschlaggebend dafür, mit seinen damaligen 15 Jahren, war der Besuch einer Musikschule und dort war er total geflasht vom Spielen auf der E-Gitarre. Seine größten Vorbilder waren seinerzeit Eddie Van Halen und Randy Rhodes. Helge D. hat 1984 im Alter von 10 Jahren angefangen zu drummen, ausschlaggebend dafür ist einfach der Sound eines Drumsets gewesen. Flo zum Beispiel wurde durch seinen Bruder im frühen Alter angefixt, hat ein bisschen Schlagzeug gespielt und später in zwei Oi-Bands Gitarre. Tommy wurde ebenfalls recht jung von seinem Bruder mit NIRVANA bombardiert, hat dann sogar in einer Tribute-Band gespielt. Unser Sänger Helge wollte eigentlich immer drummen, da er selber von sich sagt, dass er dafür zu schlecht sei, musste er die letzte offene Position in der Band übernehmen, und das war nun mal die Rolle des Shouters. Aus meiner Sicht die richtige Wahl.

Was ist die Inspiration für eure Musik?

Helge: Im Großen und Ganzen ist die größte Inspiration alles, was mit Core zu tun hat und was groovt. Hierbei ist es uns vollkommen egal ob AGNOSTIC FRONT, PANTERA oder sonst wer. Wir versuchen von jedem einzelnen seine Präferenzen einzubringen und innerhalb der Songs zu verarbeiten.

Wenn ihr keine Musiker geworden wärt, was wärt ihr dann heute?

Helge: Naja, irgendwie sind wir ja alle irgendwer mit verschiedenen Jobs oder Lebensaufgaben. Was uns halt verbindet, ist das Hobby Musik. Wir sind ja keine Berufsmusiker, von daher müssen wir halt schon schauen, wie wir über die Runden kommen und vor allem mit was. Da hat so jeder in der Band einen unterschiedlichen Lebensweg hinter sich.

Was habt ihr vor der Musik gemacht?

Helge: Wir haben alle unterschiedlichste Ausbildungen gemacht beziehungsweise Berufe erlernt. Helge H. zum Beispiel hat sein eigenes Tattoostudio mit einem seiner besten Freunde gegründet und führt das nun seit mehr als 10 Jahren erfolgreich. Generell haben die meisten vor BASHDOWN auch schon Erfahrung in anderen Bands gesammelt.

Euer Lieblingssong der neuen Platte?

Helge: Ich denke im Namen der Band kann man sagen “To the T“.

Welche Musik hört ihr persönlich in eurer Freizeit?

Helge: Die größte Gemeinsamkeit bei allen ist der klassische Hardcore, Metal und Punk, kann allerdings auch auf alle möglichen anderen Richtungen oder Bands bezogen werden. Das kann MESHUGGAH sein, die aufgrund ihrer absoluten Präzision gefeiert werden oder moderne Bands wie THE GHOST INSIDE, die einfach nur ballern wie Sau.

Bisheriges Lieblingsalbum des Jahres 2019?

Helge: Ich kann da jetzt nur für mich selbst sprechen, aber mich haben in 2019 AFTER THE BURIAL mit „Evergreen“ überzeugt.

Was war das bisher beste Konzert auf dem du persönlich warst?

Helge: MESHUGGAH auf dem Summer Breeze, absolute Lehrstunde.

Wo seht ihr BASHDOWN in 10 Jahren?

Helge: Als Headliner auf Welttournee, SLIPKNOT nehmen wir dann als Support mit. Nein, Spaß beiseite: Kann ich schwer sagen, wir planen so etwas nicht, wir lassen die Dinge auf uns zukommen. Wir brauchen keinen eigenen Druck, wir möchten schon ein bisschen was mit der Musik erleben, aber gerade in der heutigen Zeit muss das auch realistisch sein. Es gibt so viele talentierte Bands, die absolut sauber und präzise spielen und sich auch noch selbst ganz ordentlich produzieren können. Da ist es schon nicht so einfach, herauszustechen. Wie gesagt, gucken was geht.

Gibt es ein Leitthema für das Album?

Helge: Im Prinzip alles, was uns als Menschen bewegt hat im Leben, wurde versucht in den Songs und Texten zu verarbeiten.

Welches Album hat euch zur Musik gebracht?

Helge: Kann man nicht so genau sagen, da wir alle durch unterschiedlichste Einflüsse geprägt wurden. Das geht irgendwie alles querbeet über RAMONES, CRO MAGS, NIRVANA bis hin zu Deathcore-Bands.

Die 3 wichtigsten Alben in deinem Leben bisher?

CRO MAGS – “The Age Of Quarrel“
MADBALL – “Set It Off“
PANTERA – “Vulgar Display Of Power“

Gibt es irgendwelche Filme oder Songs die ihr liebt, für die ihr euch aber schämt?

Helge: Es gibt nichts, für das wir uns schämen müssten.

Welche Ziele wollt ihr im nächsten Jahr erreichen?

Helge: Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall die zweite Platte aufnehmen und wenn wir vielleicht hier oder da ein Festival spielen könnten, dann wäre das Weltklasse.

Was sind abgesehen von Musik eure Hobbys?

Helge: Da ist alles dabei, angefangen von Partys feiern, Movies, Motorrad fahren, Skaten, V8-Autos bis hin zum Modellbau.

Was sollten die Leser von metal.de auf jeden Fall über BASHDOWN wissen?

Helge: Dass wir total die dufte Typen sind und sie unbedingt unsere Shows besuchen sollten, weil das eine mörderische Party gibt.

Wenn euer Leben ein Buch wäre, welchen Titel würde es dann haben?

Helge: “Ihr würdet es nicht glauben“

Ein Tattoo, das ihr gerne an euch verändern würdet? Beziehungsweise wenn ihr von vorne anfangen könntet, welche Motive würden wir stattdessen sehen?

Helge: Nein würden wir nicht, denn unsere Tattoos sind unser Tagebuch.

Was wäre euer größter Albtraum-Beruf?

Helge: Fußpflege

(Text: Stefanie Sauer)

Foto: Maik Wöll

19.09.2019

"Irgendeiner wartet immer."

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