
Blutgott
Ein Metal-Universum wächst zusammen
Interview
Die ersten beiden BLUTGOTT-Alben „Respawned In Heavy Metal“ und „Dragongods“ enthielten neue Versionen bereits bekannter Songs. Das eigentliche Debüt mit „Dracul Drakorgoth“ erschien dann im bekannten Muster als Dreifach-CD, auf der jede Bandvariante einen Tonträger bekam. Im metal.de-Review zu „Legions Of Metal“ wurde das als „Phase der Selbstfindung“ bezeichnet, weil CD 1 beziehungsweise die LP erstmals wie ein geschlossenes BLUTGOTT-Album wirkt. Teilst Du diese Einschätzung?
Tatsächlich kann ich da nicht ganz mitgehen. „Monster Metal“ (2021), „Demons Of Rock’n’Roll“ (2022), „Dracul Drakorgoth“ (2024), und „Legions Of Metal“ (2025) habe ich gleichzeitig geschrieben und aufgenommen und dann den CDs so zugeteilt, wie es für mich am besten gepasst hat.
Das „Legions Of Metal“-Album war 2020 fertig aufgenommen und hat bis 2025 mit der Veröffentlichung warten müssen, weil einfach so viel zu tun war. In der Zwischenzeit hatte ich dann die Songs mit dem Ripper und mit dem Darkness (gemeint sind Tim „Ripper“ Owens und End-Of-Green-Sänger Michelle Darkness – der Verf.) aufgenommen. Das waren für mich keine Bonustracks, sondern in gewisser Weise die wichtigsten Songs, also mussten sie auf CD 1. Das ursprüngliche Hauptalbum wurde CD 2. Die erste CD ist ein wirkliches BLUTGOTT-Album, da es alle meine Versionen miteinander vereint. Es ist eben sehr vielseitig, und irgendwie ist es so cooler geworden als ursprünglich geplant.
Die ersten beiden Songs auf „Legions Of Metal“ sind bereits bekannte Lieder. Wie kam es dazu, erneut mit Tim „Ripper“ Owens zusammenzuarbeiten und warum wurden es ausgerechnet diese beiden Stücke?
Als sich die Möglichkeit ergab, musste es schnell gehen. Die beiden Songs sind zwei meiner Lieblingssongs und ich hatte Playbacks parat, sodass es sofort losgehen konnte. Zwei meiner besten Songs mit einem meiner Lieblingssänger, da ging schon ein Traum in Erfüllung.
Direkt danach folgt das (coole!) Duett mit Michelle Darkness, das stilistisch und inhaltlich ein wenig aus der Reihe fällt. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Der Darkness ist mein Nachbar. Wir verstehen uns gut und wollten unbedingt einen Song zusammen machen. So kam es zum „Nightking“. Der Arbeitstitel war „John Wick Kills The Nightking“. Darum geht es in dem Song. Es ist ein Crossover von „Game Of Thrones“ und „John Wick“.
Auch der letzte Song des Albums ist eine Neuaufnahme, in dem Fall vom JUDAS-PRIEST-Cover „Painkiller“. Zweifelsfrei ein Übersong, aber was sprach für eine zweite Variante statt eines anderen Covers aus Deinem reichhaltigen Fundus?
Ich habe insgesamt drei Versionen von „Painkiller“ gemacht: Einmal 2015 als Bonustrack für das „Fuck Humanity“-Album, einmal für die BLOOD-GOD-Compilation „Rock’n’Roll Warmachine“ und jetzt nochmal. Es war nicht für das Album geplant, sondern nur für ein Video. Ich wollte unbedingt ein Video zu Painkiller machen. Aber nicht mit der zehn Jahre alten Version, also musste etwas Neues her. Die neue Version war cool und hat irgendwie gut auf CD 1 von „Legions Of Metal“ gepasst.
Die Aufnahmen zu „Legions Of Metal“ liegen teils mehrere Jahre auseinander. Wann sind die verschiedenen Stücke entstanden und wer hat Dich im Studio und an den Instrumenten unterstützt?
„Nightking“ haben wir beim Darkness im Studio aufgenommen. Das war, glaube ich, Anfang 2024. Die Songs mit dem Ripper waren Ende 2024 und die anderen Songs waren von 2020. Das Artwork und die Videos sind alle von 2024 und 2025. Drums sind vom Tomasz. Er ist ein Schulfreund von mir, hat oft live und auch auf vielen meiner Alben gespielt, er war auch ein paar Jahre bei BELPHEGOR. Ich nehme – abgesehen vom „Nightking“ – seit 2005 immer bei Dennis Ward auf, also mischt er alle meine Alben. Ihn kennt man von KROKUS, HELLOWEEN und UNISONIC. Er spielt auch bei jedem Album den Bass.
Wenn die Aufnahmen im Kasten sind, geht die Arbeit ja weiter: Cover-Artwork, Fotos, Layout, Videos … Woher kommen die Bildideen und wie aufwendig ist die Umsetzung inzwischen?
Das läuft bei mir alles parallel. Ich male immer, mache immer wieder Bilder und so weiter. Es ist inzwischen auch alles etwas aufwendiger geworden. Früher habe ich ein Album gemacht, dann brauchte ich ein Bild – das Coverartwork – und ein Bandfoto. Fertig. Manchmal hat man noch ein Video aufgenommen. Heute ist es eigentlich völlig absurd. Für „Legions Of Metal“ habe ich vier Musikvideos und zwei Lyric-Videos gemacht. Jede Single hat ein eigenes Coverartwork. Wegen der KI-Sachen, die jetzt überall zu finden sind, wollte ich kein digitales Coverartwork und habe fast alles in Öl gemalt oder in Öl finalisiert. Ein paar der Bandfotos sind digital nachbearbeitet. Für „Legions Of Metal“ habe ich bestimmt fünf große Bilder gemalt, dazu noch Abwandlungen, Alternativen und so weiter.
Da das inzwischen bei jedem Album so abläuft, dauert es auch so lange mit der Veröffentlichung. Also, auch wenn das Album fertig rumliegt, schaffe ich eigentlich nicht mehr als ein Album pro Jahr zu veröffentlichen. Ich sage „eigentlich“, weil 2024 kam im Januar „Dragongods“ und im September „Dracul Drakorgoth“ mit jeweils drei CDs und einigen Videos und Artworks. Da ging es irgendwie doch…
Was zeigen die Bilder, die rund um die Alben entstehen?
Auf den Bildern sind meist Blutgötter der verschiedenen Fraktionen. Das „Dracul Drakorgoth“-Cover zeigt Kreaturen einer Debauchery-Legion, das „Animal Protector“-Cover einen Murderbrute Minotaur des Setekh, das Hauptcover von „Legions Of Metal“ ist ein Balgeroth Blood God, der der Trinity of Blood Gods folgt.
So, und damit setzen wir einen vorläufigen Schlusspunkt. Thomas, vielen Dank für das Gespräch!
Ausblick: Ende Oktober setzen wir den Austausch fort, um über das neue Album „Die Schlacht um Knochenheim“ zu reden und den Blick hinter die Kulissen des BLUTGOTT-Universums fortzusetzen.
| 18.09.26 | Zauberberg, Passau Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
| 19.09.26 | Music-House Graz, Graz Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 25.09.26 | Helvete, Oberhausen Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
| 10.10.26 | Rockclub Nordbayern e. V. "Bavaria Heim", Selb Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
| 16.10.26 | From Hell, Erfurt Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
| 17.10.26 | Slaughterhouse, Berlin Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 31.10.26 | Mehrgenerationenhaus LINDE, Kirchheim unter Teck Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
| 06.11.26 | Musikzentrum Sedel, Luzern Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 13.11.26 | Raw's Diner, Attnang-Puchheim Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 20.11.26 | Barfly, Sonthofen Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 16.01.27 | Logo, Hamburg Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood God |
| 30.01.27 | La Cham, Cham Blutgott, Balgeroth, Debauchery, Blood God und Abrogation |
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Galerie mit 18 Bildern: Blutgott - Wolfweez Open Air Festival 2026


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| Band | |
|---|---|
| Stile | Death Metal, Heavy Metal |
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Blutgott auf Tour
| 18.09.26 | Blutgott - Blutfest 2026/2027Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood GodZauberberg, Passau |
| 19.09.26 | Blutgott - Blutfest 2026/2027Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood GodMusic-House Graz, Graz |
| 25.09.26 | Blutgott - Blutfest 2026/2027Blutgott, Balgeroth, Debauchery und Blood GodHelvete, Oberhausen |
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Torsten Meierhöfer



















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