Debauchery - Fuck Humanity

Review

Galerie mit 12 Bildern: Debauchery - Hatefest 2015

Gleich vorweg: Ich werde in dieser Rezension zum neuen DEBAUCHERY-Album „Fuck Humanity“ nicht auf die Vorfälle zwischen BLOOD GOD und CRUACHAN eingehen. Das Thema wurde in letzter Zeit dermaßen platt getreten, dass wahrscheinlich sowieso jeder eine eigene Meinung dazu hat.

Konzentrieren wir uns also lieber auf das neue Album. Ich fand den Werdegang DEBAUCHERYs schon immer interessant. Gestartet als viel belächelte Rumpelkapelle, mit, in den Augen vieler Leute, lächerlichem Image und maßlos übertriebenem Gore-Gehabe, haben sich DEBAUCHERY, meiner Meinung nach, mittlerweile zu einer musikalisch ernst zunehmenden Death-’n‘-Roll-Gruppierung entwickelt. Belächelt wird die Band zwar immer noch von vielen Leuten, doch mindesten genau so viele stärken DEBAUCHERY den Rücken.

Das letzte Album „Kings Of Carnage“ hat mir gut gefallen und mit dem neuen Werk „Fuck Humanity“ treiben DEBAUCHERY ihren Stil weiter in die eingeschlagene Rock-Richtung. Das wird schon am ersten richtigen Song „Ironclad Declaration Of War“ deutlich. Ein schnelles, rockiges Riff eröffnet den Song und wartet im Folgenden mit treibenden und verspielten Hard-Rock-Riffs auf, welche kurz darauf von den wuchtigen Growls Thomas Gurraths begleitet werden. Das Highlight des Songs, des Albums und wahrscheinlich der gesamten Diskografie von DEBAUCHERY folgt im Refrain von „Ironclad Declaration Of War“. Dieser ist durch die Kombination der Growls von Gurrath mit Klargesang – ein Element, welches ich von DEBAUCHERY, zumindest in dieser Form, noch nicht kenne – dermaßen tight, dass ich die Behauptung aufstelle, dass „Ironclad Declaration Of War“ der beste Song ist, den DEBAUCHERY je geschrieben haben. Ohrwurm-Garantie gibt es bei diesem fetten Teil allemal.

„German Warmachine“ ist dann ein Titel, den Kritiker der Band in der Luft zerreißen werden. Allein schon der Anfang, in welchem Gurrath etwas von einer „super heavy german warmachine“ growlt bietet genug Zündstoff für Kritiker, ebenso wie der Endpart, in welchem er „Super schwere Kriegsmaschine aus Deutschland“ gen Orbit brüllt. Aber mal ehrlich: Kann man so etwas einer Band wie DEBAUCHERY wirklich übel nehmen, welche auch sonst nicht mit trashigen Texten und Songtiteln geizt? Genau das ist es doch, was der geneigte DEBAUCHERY-Fan sucht, wenn er sich ein Album der Band zulegt. Musikalisch ist der Titel ein wahres Groove-Monster und klingt so, wie ein DEBAUCHERY-Song klingen sollte: Rau, dreckig und kernig. So macht es Spaß.

Fans von DEBAUCHERY werden das neue Album abfeiern. Kritiker der Band, welche mit den vorherigen Werken von Gurrath und Co. nicht warm wurden, werden auch mit „Fuck Humanity“ nichts anfangen können. Mir gefällt es, vor allem da sich DEBAUCHERY technisch sowie im Bereich des Songwritings von Album zu Album gesteigert haben. Das honoriere ich hiermit mit sieben Punkten. Weiter so, DEBAUCHERY!

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02.07.2015

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2 Kommentare zu Debauchery - Fuck Humanity

  1. daniel melles sagt:

    find es traurig das diese band stets völlig unterbewertet wird !!!! ich hab auf nem konzert euphorische feiernde eng neben einander stehende fans gesehen die abgingen !! obwohl n paar meter weiter c. corpse spielten !! was six feed under oft seit dem debüt vermissen lassen machen debauchery in einer mega fetten soundgewand weg !! sorry aber ich muss für thomas ne lanze brechen !! zu mal ich fast froh bin das er das lehreramt nicht bekommen hat und so weiter platten macht !!

    10/10
  2. holgi sagt:

    Ja, ein Hoch auf die langweiligste Death-Metalband Deutschlands….

    3/10