The New Black
The New Black

Interview

Die Zeichen der Zeit stehen gut für THE NEW BLACK. Die Presse feierte die Band schon vor Release des Debüts ab, das Debüt selbst stellt sich saugeile Riffrock-Granate heraus und kürzlich ging man tourneetechnisch mit den dänischen Senkrechtstartern VOLBEAT durch die Decke! Doch THE NEW BLACK sind kein Hype, sie sind einfach nur klasse und bodenständig. In etwa so wie das, was Bassmann Günt Auschrat im Interview so von sich gibt…

The New BlackEuer Debütalbum ist nun seit kurzem draußen und angesichts der hiesigen Vorschusslorbeeren dürfte zumindest im Underground eine gewisse Vorfreude geherrscht haben. Wie fielen denn bisher die Reaktionen aus?

Die bisherigen Reaktionen waren sehr gut! Wir sind sehr zufrieden mit den Reviews und vor allem der Zuspruch von Konzertbesuchern, Fans und Freunden ist mehr als positiv und freut uns alle sehr!

Wie schon angesprochen, habt ihr bereits im Vorfeld die Kritiker mächtig beeindrucken können – laut dem Presseinfo „Demo des Monats“ in gleich vier großen Magazinen. Habt ihr da schon so etwas wie Druck verspürt, schließlich erwarteten alle nun auch das dementsprechende Album?

Druck haben wir zu keiner Zeit verspürt. Das Demo war ja bis auf ein paar Lieder weniger die „Rohfassung“ der späteren CD, also blieben die meisten Songs gleich. Wir haben dann nur noch einmal alles neu eingespielt, hier und da ein wenig an der ursprünglichen Fassung verändert, aber die Songs weitestgehend gleich belassen. Zum Schluss wurden die Songs von Fabs (Fabian Schwarz, Gitarre – Anm. d. Verf.) neu abgemischt und dann von Achim Köhler gemastert. Und dann ab dafür!

Wenn man sich „The New Black“ zum ersten Mal anhört, glaubt man kaum, dass es sich um eine deutsche Band handelt, vor allem der Gesang hört sich sehr amerikanisch an. War das eine bewusste Stilvorgabe von euch selbst oder hat sich das einfach so ergeben?

Dafür gab es genauso wenig eine Vorgabe wie für den Rest der Musik. Dafür ist allein unser Sänger Fludid verantwortlich, er klingt einfach so. Stilvorgaben hatten wir keine, wir wollten nur eine Platte aufnehmen, die rockt wie Sau. That´s it!

Alleine schon gitarrentechnisch ist das Album ein Fest für die Ohren. Scheint so, als wenn der gute alte Riffrock sein Comeback feiern dürfte. Was macht für euch ein gutes Riff aus? Und was würdet ihr dafür geben, ein echtes „Klassikerriff“ a la „Highway To Hell“ zu schreiben?

Dankeschön im Namen unserer Gitarristen! Ein gutes Riff ist ein gutes Riff ist ein gutes Riff. Fertig! Da nach irgendwelchen „Rezepten“ arbeiten zu wollen würde dem kompletten Ansatz unserer Musik widersprechen und nicht funktionieren. Das ganze muss einfach spontan aus der Hüfte kommen und auch dort funktionieren; wenn es das kann, dann ist es gut!
Was wir für ein „Klassikerriff“ geben würden? Keine Ahnung! Die Seele ist schon seit Jahren weg, Geld haben wir keins und für athletische, körperliche Leistungen sind wir zu alt oder zu dick, hehehe! Wie wär´s mit Leserbriefen zu dem Thema? Vorschläge an uns!!! 🙂

„Simplify“ klingt anfangs etwas Southern-like. Ist das nur zur Auflockerung gedacht oder mögt ihr Southern-Rock? Bei amerikanischen Bands ist das momentan ja wieder sehr en vogue…

Wie gesagt, bei dieser Platte war nix geplant, alles ist irgendwie passiert… und nix gegen einen Drink im Schaukelstuhl auf ner Holzveranda im warmen Süden!

Bei „50 Ways To Love Your Liver“ fragt man sich natürlich, wie und warum man auf solch einen Titel kommt. Erklärt doch mal, bitte!

Der Text stammt von unserem Gitarristen Leimsen (Christof Leim, Gitarre – Anm. d. Verf.), der den Titel schon seit mehr als 10 Jahren in der Schublade liegen hatte. Natürlich hat der sich aus einer Veralberung des SIMON & GARFUNKEL-Klassikers „50 Ways To Leave Your Lover“ ergeben und ist womöglich aus einer Sauflaune entstanden. Was passt, denn im Wesentlichen handelt der Text davon, manchmal einfach nur noch mit dem Kopf schütteln zu können angesichts des Zirkus’ um einen herum – und dann ist eben ein Drink nötig. Und dann noch einer.

Irgendwo stand zu lesen, dass „Ballad Of Broken Angels“ für einen Roadmovie geschrieben wurde. Mal abgesehen davon, dass eure Musik eh wie ein einziger Roadmovie klingt, was war denn das für ein Film und wie kam es dazu?

MySpace. Und Zufall. Gary M. Lumpp, der Screenwriter von „Ballad Of Broken Angels“ ist großer Rock/Metal-Fan, hat anscheinend auch auf der SINNER-Seite gestöbert, denn bei der Band spielt Leimsen ja noch. Und von da gibt’s einen Link zu THE NEW BLACK… Es folgten ein paar E-Mails, und der Rest ist… äh… passiert. Mehr zum Film findet man übrigens hier: http://www.myspace.com/balladofbrokenangels

Auf eurer MySpace-Seite kann man sich u.a. ein Video einer Liveperformance zu „Not Me“ begutachten. Der Clip macht definitiv Bock auf einen Gig von euch. Was hat man live von euch denn so zu erwarten?

100% Rock’n’Roll!!! Wir geben Gas auf der Bühne und leben unsere Musik. Hör Dir mal den Text zu „Why I Burn“ von uns an, damit ist alles gesagt. Da steht drin, warum wir das machen!

A pro pos live: Momentan seid ihr ja mit einer der angesagtesten Bands der Szene unterwegs – VOLBEAT. Wie läuft’s/lief es denn mit den Dänen, gab’s irgendwelche Skandale und wie seid ihr überhaupt an die Burschen drangekommen? Ich hoffe, die Geschichte hat sich für euch gelohnt.

Das ist natürlich super für uns, gleich nach Erscheinen der Platte mit einer der angesagtesten Bands zu touren, die auch noch für uns das passende Zielpublikum anzieht.
Es läuft super, grosse Läden, alle ausverkauft, Hammerpublikum! Die Leute feierten uns richtig ab, obwohl uns die meisten bisher noch nicht kannten. Da waren einige Gänsehautmomente dabei!
Wir sind bei der selben Bookingagentur wie VOLBEAT und deren Manager fand uns cool. Und aus einer Supportshow sind ruckzuck ein paar mehr geworden…

Bei laut.de konnte man einen Kommentar zu einem Song von euch abgeben und als Belohnung winkte ein lebenslanger Backstagepass. Ist die Verlosung schon gelaufen und was macht ihr, wenn der Gewinner nicht wie erwartet ein nymphomanisch veranlagtes Mädel ist, das von ganzkörperbedeckender Kleidung so wenig Ahnung hat wie eine Kuh vom Strippokerspielen, sondern ein 50jähriger Fettwanst mit starkem Körpergeruch?

Dann passt er ja bestens zu uns, hahaha! Ich glaube die Aktion läuft noch, das wird über laut.de verlost und irgendwann werden wir wohl vor die von Dir beschriebenen Tatsachen gestellt, hahaha!

Mit AFM habt ihr ja auch kein schlechtes Label an Land gezogen. Wie ist es denn bei so einem mittelgroßen Label, vor allem als Newcomerband?

AFM kümmern sich bestens um uns, vor allem glauben sie an die Band und haben uns bisher sehr gut supportet. Als Newcomer ist es heutzutage überall nicht leicht, auch aufgrund dem riesigen Markt für Musik und der grossen Menge an Veröffentlichungen jeden Monat. Wir sind bisher sehr zufrieden und sie sind es auch mit uns.

Die meisten von euch spielen oder spielten noch in diversen anderen Bands. Die dürften aufgrund der THE NEW BLACK-Geschichte aber erstmal auf Eis liegen, oder?

Nö, warum? Das ist alles nur eine Frage der Organisation, der persönlichen Zeiteinteilung und dem Weglassen des gesunden Menschenverstandes, hahaha!
Leimsen spielt weiterhin bei SINNER, Chris (Chris Weiß, Drums – Anm. d. Verf.) spielt mit Fabs bei RUNAMOK und Fabs und ich zocken ja noch zusammen bei PROPHESY und ABANDONED, mit denen wir dieses Jahr auch neue Platten aufnehmen und veröffentlichen werden. Wer rockt, gewinnt, sag ich!
Die Musik ist nunmal unser Leben und das, was uns am meisten Spass macht. Warum also nicht ein bisschen mehr Spass haben? Wenn Du gerne Bier trinkst und Dir stellt einer zwei Gläser hin, dann schüttest Du doch auch nicht eins weg, bloss weil Du schon eins hast, oder? Höhöhö!

Leider gar keine Infos fand ich darüber wo die Scheibe produziert wurde und vor allem, wer die Knöpfchen dabei gedreht hat. „The New Black“ klingt nämlich richtig knackig und dennoch rau und ruppig, was heutzutage ja fast schon Seltenheitswert hat…

Dann mal „Vorhang auf für Fabsens’Keller!“ Das ganze wurde komplett von und bei Fabs produziert, engineered, gemischt und bei ihm aufgenommen! Den Bass hab ich bei mir zu Hause im Schlafzimmer eingetrümmert (Sorry, Nachbarn!), was ja heutzutage mit ’ner Soundkarte und ’nem Rechner kein Problem mehr ist. Den fertigen Mix von allem hat dann Achim Köhler gemastert und das war’s. Fabs ist da mit allem ausgestattet was man zum Aufnehmen braucht und hat’s drauf, wie man hören kann!

Was genau wollt ihr eigentlich mit eurem „neuen Schwarz“ ausdrücken. Hat das alte „black“ etwa ausgedient?

In erster Linie klingt der Name cool. Und wie Leimsen immer sagt „einfach und ikonisch“. „Neu“ im Sinne von „aufregend und bemerkenswert“ ist ja auch nicht so schlecht, oder?

Falls ich nichts übersehen habe, habt ihr keine „eigene“ Website, sondern nur die MySpace-Seite am laufen. Wollt ihr keine eigene Seite oder hattet ihr bislang einfach nur keine Zeit oder Geld dafür?

Vor allem keine Zeit. Und überhaupt gibt es ja inzwischen nichts mehr, was man auf einer Webseite zeigen könnte, das es nicht schon bei MySpace, Reverbnation oder ähnlichen gibt. Vielleicht legen wir da noch was nach, aber im Moment haben wir noch nichts dementsprechend geplant.

Gut, dann wünsche ich euch noch viel Glück und Erfolg für die Zukunft. Möge die Macht mit euch sein!!

Vielen Dank und Hut ab für den letzten Satz von Dir, das wird unseren Fabs als grössten Star Wars-Figurensammler dieser Südhalbkugel freuen!!!

Galerie mit 20 Bildern: The New Black Acoustic auf dem Summer Breeze Open Air 2017
12.02.2009

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