The New Black - Better In Black

Review

Galerie mit 20 Bildern: The New Black Acoustic auf dem Summer Breeze Open Air 2017

THE NEW BLACK sind so etwas wie die All-Star-Band des Undergrounds. Wie mittlerweile bekannt sein dürfte setzt sich die Würzburger Band aus Mitgliedern von unter anderem SINNER und RUNAMOK zusammen, die Band ist für die Musiker das Schlachtfeld, an dem sie ihrem Spaß an geradeaus gespielter Rockmusik problemlos frönen können. Und wie es sich nunmal so verhält mit Projekten, die aus reiner Bierlaune entstanden sind: Auch wenn es dabei niemals um Innovation und qualitatives Komplettüberrunden der Konkurrenz gehen kann, erscheint die Musik in solchen Fällen oft besonders spielfreudig.

Bei THE NEW BLACK ist das genauso, ihr selbstbetiteltes Debütalbum erhielt allerorts sehr wohlwollende Rezensionen. Der Hauptkritikpunkt, der von einigen Seiten zu vernehmen war, die Band würde ihre unglaubliche Live-Energie nicht zu 100 Prozent auf Platte verewigen können, erschien jedoch auch nachvollziehbar – und letztendlich verzeihlich bei einem Debüt einer reinen Gute-Laune-Band. Nun erscheint der Nachfolger „Better In Black“, dem man eine ähnliche Zwickmühle nicht ganz absprechen kann, das aber erfreulicherweise eine Steigerung der ohnehin schon guten kompositorischen Qualität aufweist. Die Songs klingen reifer, ideenreicher – und wenn man ehrlich ist relevanter als auf dem Debüt. Das gilt besonders für die eröffnenden drei, vier Songs, die allesamt eine schicke Southern-Note aufweisen. Wie von der Band gewohnt bewegen wir uns dabei nicht selten auch in BLACK LABEL SOCIETY-Regionen. Kaum zu glauben, dass die Wurzeln dieses Kollektivs in unterfränkischer Tristheit zu suchen sind. Wer ein Beispiel für das Talent von THE NEW BLACK hören möchte, der testet am Besten mal „The King I Was“ oder „Batteries & Rust“ an. Die Klasse der Songs basiert, so ironisch es klingen mag, gerade auf der standartisierten Bauweise – ein cooles Riff, lässiger Gesang und einprägsame Melodien sind genug, um einem Rocksong Leben einzuhauchen.

Für Abwechslung sorgen Ausflüge in ruhigere Regionen, die einem wie bei „Happy Zombies“ (cooler Text übrigens) auch gerne mal ein wenig vertraut vorkommen dürfen. „Into Modesty“ versinkt beinahe im Schlamm und lässt dem Herz der Musiker für typisch amerikanische Sounds freien lauf. „Downgrade“ ist ein Straight-Forward-Rocker, der in der Mitte mit einem MAIDEN-mäßigen Bass-Break überrascht. Die Jungfrauen sind einfach überall.

Auf der zweiten Hälfte von THE NEW BLACK stehen einige Songs, die ein paar mehr Durchläufe benötigen, bis sie wirklich zünden. „Sun Cries Moon“, die abschließende Groove-Nummer ist dabei nochmal ein echtes Highlight. Auch hier bieten uns THE NEW BLACK keine Innovation, zeigen aber, dass sie von den Besten gelernt haben. Von DOWN, von BLACK STONE CHERRY – und von diversen Wüstensöhnen. Vielleicht fehlt auch dem zweiten Album der Band noch der letzte Funken, der ihre Live-Shows zu einem echten Erlebnis machen. An diesem Manko können THE NEW BLACK jedoch für Album Nummer drei arbeiten.

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02.01.2011

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