
Hell Over Hammaburg 2026
Mehr als ein Festival
Konzertbericht
Samstag: Zwischen Hitze im marX und großen Chören in der Markthalle
Den zweiten Tag lassen wir ganz gemächlich mit einem Spaziergang durch die Hamburger Innenstadt angehen, bevor die Markthalle erneut von Leder- und Kutten tragenden Menschen bevölkert wird. Standesgemäß wird heute neben der Mainstage auch noch das kleine marX bespielt. Um auch hier bei Traditionen zu bleiben (wenn auch den weniger geliebten), ist ein kurzfristiger Besuch der kleinen Clubbühne kaum möglich, weil sich die Menschen bis weit vor den Eingang drängen.
Den Anfang machen aber ohnehin SINTAGE auf der großen Bühne. Und die Leipziger wissen wie man eine Spielstätte wie diese ausnutzt. Gerade auf Platte zerrt der Gesang manchmal an den Nerven, live kommt die volle Heavy-Metal-Packung aber mehr als solide an und das Publikum lässt sich bereitwillig von der guten Laune auf der Bühne anstecken. (OD)
Galerie mit 9 Bildern: Sintage - Hell Over Hammaburg 2026

Im marX gehen indes TEMPLAR aus Schweden auf die Bühne und schon nach wenigen Minuten zeigt sich, dass diese Wahl genau richtig ist. Die kleine Halle ist überraschend gut gefüllt und verwandelt sich schnell in eine drückend heiße Metal-Sauna. Frontmann Isak Neffling von TEMPLAR nimmt das mit Humor: Nur mit einem Umhang bekleidet erklärt er grinsend, es sei vielleicht gar nicht so schlecht, dass er sein Shirt zu Hause vergessen hat. Für die Band ist es außerdem ein besonderer Moment, denn es handelt sich um ihr erstes Konzert außerhalb Schwedens. Die Stimmung passt perfekt dazu: Euphorisch, laut und voller Energie. (AV)
Galerie mit 11 Bildern: Templar - Hell Over Hammaburg 2026

In der großen Halle geht es anschließend mit NIGHT weiter, die klassischen Hard Rock mit ordentlich Groove liefern. Die Band wirkt spielfreudig und bringt schnell Bewegung ins Publikum. Eingängige Gitarrenriffs und ein starker Rhythmus sorgen dafür, dass sich vor der Bühne rasch eine dichte Menge bildet. (AV)
Galerie mit 12 Bildern: Night - Hell Over Hammaburg 2026

Mit SLINGBLADE folgt ein weiterer Höhepunkt des Tages. Besonders Sängerin Kristina Karlsson sticht heraus: Ihre klare, kraftvolle Stimme setzt sich mühelos gegen die schweren Riffs durch und verleiht den Songs dadurch eine eigene Dynamik. Gerade die melodischen Passagen wirken live noch intensiver und sorgen für viele begeisterte Reaktionen. (AV)
Galerie mit 10 Bildern: Slingblade - Hell Over Hammaburg 2026

Danach übernehmen HELHEIM aus Norwegen die Bühne und bringen eine ganz andere Atmosphäre mit. Ihr Sound verbindet klassischen Black Metal mit epischen, fast schon folkloristischen Elementen. Der kreischende Gesang, kombiniert mit komplexeren Songstrukturen, sorgt für eine dichte und düstere Stimmung im Saal. (AV)
Galerie mit 10 Bildern: Helheim - Hell Over Hammaburg 2026

Den Abschluss bilden schließlich ATLANTEAN KODEX, die mit ihrem epischen Heavy Metal für einen der eindrucksvollsten Momente des Abends sorgen. Schon nach wenigen Songs verwandelt sich die Halle in einen großen Chor: Refrains werden lautstark mitgesungen, die Stimmung ist entsprechend euphorisch. Die Band nutzt diesen Moment perfekt und läßt das Publikum regelrecht Teil der Show werden. (AV)
Galerie mit 12 Bildern: Atlantean Kodex - Hell Over Hammaburg 2026

Der Abend geht leider viel zu schnell vorbei und wir können uns kaum trennen, als wir von den Ordnern freundlich und bestimmt gebeten werden, die Markthalle zu verlassen. Was bleibt, sind ein paar tolle Neuentdeckungen, persönliche Live-Premieren und ein bisschen Wehmut. Immerhin wird das HELL OVER HAMMABURG 2027 das letzte Mal stattfinden.
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metal.de Redaktion 




























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