Accuser - Accuser

Review

Soundcheck November 2020# 6 Galerie mit 15 Bildern: H2O auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Sei ihrer Reunion im Jahr 2008 haben ACCUSER einen wahren Lauf. Angesichts des durchweg bockstarken neuen Materials verkam selbst die gelungene Neuauflage des Klassikers „Who Dominates Who?“ beinahe zur Randnotiz. Und so viel sei gleich zu Beginn verraten: Das schlicht „Accuser“ betitelte zwölfte Album der Siegener schließt qualitativ nahtlos an seine Vorgänger an.

ACCUSER präsentieren ihre Essenz

Großangelegte Experimente wagt die Band auf dem Album nicht – und das ist auch gut so. Stattdessen stellen die elf neuen Tracks, passend zum Albumtitel, so etwas wie die Quintessenz des ACCUSER-Sounds dar. Mit Ausnahme des Coversongs vielleicht, aber dazu später mehr.

Das Quartett setzt weiterhin auf technisch anspruchsvollen Thrash, vergisst dabei aber nie die eingängigen Hooks. „Phantom Graves“ präsentiert dieses Schema in absoluter Perfektion. Der Refrain setzt sich augenblicklich in den Gehörgängen fest, die Riffs säbeln derweil alles ab. Derweil setzt der nach acht Jahren zurückgekehrte Lead-Gitarrist René Schütz mit seinen pfeilschnellen Soli gelungene Akzente.

In „Temple Of All“ überraschen ACCUSER anschließend mit orientalischen Melodiebögen. „Lux In Tenebris“ gibt sich während der Strophen mit einem Off-Beat-Rhythmus leicht funkig. Nachdenkliche Töne wiederum schlägt die Band im getragenen „Be None The Wiser“ an. Diese kleinen Details und Verschnaufpausen sind es, welche die Platte aus der Masse der Thrash-Veröffentlichungen hervorheben.

Ein Thrash-Metal-Hammer

Die größte Überraschung des Albums ist allerdings das AGNOSTIC FRONT-Cover „The Eliminator“. ACCUSER gelingt es verdammt gut, diesen Klassiker in ein neues Gewand zu kleiden und gleichzeitig den ureigenen Charakter des Songs zu erhalten.

Ein Highlight unter den Eigenkompositionen stellt kurz zuvor das vorpeitschende „Contamination“ dar. Allen Songs kommt aber die immens fette Produktion von Stammproduzent Martin Buchwalter zu Gute, der mal wieder astreine Arbeit abliefert.

ACCUSER sind auch nach fast 35 Jahren nicht kaputt zu kriegen. Anstatt altersmilde zu werden, legt die Band lieber noch einen weiteren Thrash-Metal-Hammer nach. So kann es gerne noch 35 Jahre weitergehen.

06.11.2020

"Irgendeiner wartet immer."

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