Akerbeltz - Satànic

Review

Spanien: Sonne, Paella, Meer, Eimersaufen und AKERBELTZ. Unter anderem. Inwiefern Joe Bastard (bei KÖRGULL THE EXTERMINATOR auch als Drummer aktiv – gemeinsame Split „War & Hell“) den ersten vier Dingen frönt, wissen wir nicht, seit 1996 gibt er sich unter dem AKERBELTZ-Banner aber alle Mühe, mindestens die iberische Halbinsel zu verdunkeln. Zur Jahrtausendwende kam das Debüt „A Wave of Darkness“ raus, seitdem hat Joe im Alleingang fünf weitere Alben veröffentlicht, die Black Metal der alten Schule darbieten – organisch produziert, mit Thrash-Anteil und Heavy-Metal-Schlagseite. Genau deshalb wird AKERBELTZ von einigen als spanisches Erbe von DARKTHRONE bezeichnet – dann doch etwas zu hoch gegriffen. „Satànic“ ist das sechste Studioalbum von AKERBELTZ.

Kaltes, grimmiges Spanien: „Satànic“ von AKERBELTZ

Es beginnt mit „The Red Dragon“: Der instrumentale Einstieg ist melancholisch, wird aber schon bald von einer epischen Lead-Gitarre abgelöst. Danach kommt, wenig überraschend, kühl-melodischer Black Metal ins Spiel – auf seine simple, aber stringent eingängige Art sehr wirksam. Es folgt ein leichter Tempoanstieg Richtung „mittel“, bevor grimmige Vocals den Song übernehmen und auf eine Black-n-Roll-Schiene führen. Auf der verweilt der Opener nur kurz, weil Blastbeats und schwarze Melodien das Steuer übernehmen. Richtig viel Abwechslung und richtig gelungen!

Weder Durchschnitt noch Überflieger – einfach nur richtig gut!

Die zweite Nummer von „Satànic“ poltert gleich drauflos: Das Schlagzeug kloppt einem ungestüm die Löffel platt, während sich die Gitarre teilweise im traditionellen Bereich austobt. Ansonsten geht „A Deed Without A Name“ eher in Richtung Black Thrash und erinnert von der Grundstimmung her an den zweiten Song „Under Beastcraft“ vom „PaleMoon“-Abum des Landesnachbarn CORPUS CHRISTII. „Ye Olde Hag“ hält die Stimmung und „The Crypt“ überrascht mit einer erneuten Soloeinlage und seiner generellen Einfachheit – das funktioniert eine Weile, aber nicht durchgehend. „Beyond The Reflections“ präsentiert eine starke Riff-Idee, die zwar in Teilen bekannt erscheint (eventuell IMMORTAL), aber nicht geklaut wirkt. Echte Highlights kommen nicht mehr, bis dato ist „Satànic“ von AKERBELTZ aber längst auf dem Siebenerlevel.

02.03.2018

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