Aside From A Day - Chasing Shadows

Review

Das französische Postcore-Quintett ASIDE FROM A DAY legt mit „Chasing Shadows“ sein mittlerweile viertes Album vor. Die fünf Mannen aus Besançon servieren eine Mischung aus experimentellen Postcore, Sludge und Postrock. Der Sound ist Postcore-typisch modern und druckvoll gehalten, zudem finden sich Einflüsse von Bands wie BREACH, CONVERGE oder THE OCEAN in den Songs. Erfreulich übrigens, dass die Franzosen nicht mit schnulzigen Clean-Vocals hantieren, vielmehr beschränkt sich Frontmann Fred Nivard auf das, was er kann: heißeres, kehliges Geschrei, das sehr gut zu den melodisch-verschachtelten Kompositionen passt.

Der Opener „Process Of Static Movement“ beginnt mit einer alleinstehenden Gitarrenmelodie, bevor der Track mit wuchtigem Groove und rüdem Gebrüll Fahrt aufnimmt. In der Folge halten sich rhythmisch-vertrackte Parts und melancholisch-dissonante Riffs die Waage – eine Mischung, die ja auch bei artverwandten Bands wie NEUROSIS oder ABRAHAM bestens funktioniert. Das folgende „Death, Ruins And Corpses“ ist etwas flotter, besonders das Hauptriff setzt sich in den Gehörgängen fest. Der dritte Track „Wolf’s Tears Are Falling Stars“ beginnt mit verwaschenem Synthie-Intro, danach steigert sich der Song über eine DEFTONES-lastige Strophe hin zu einem schleppendem, düsterem Mittelteil. Gegen Ende wird es dann nochmal etwas melodischer, bevor der Track abrupt endet.

Das anschließende „Black Sun“ erinnert mit seinem ersten Riff an THE OCEAN, darauffolgend dominiert eine eher dissonante, rhythmisch orientierte Gitarrenarbeit. Außerdem wissen „Endless Prohpecy“ mit ausgefeiltem Mittelteil und der abschließende Titeltrack mit seinem epischen Endriff zu gefallen. Bemerkenswert, wie hier brachiale Härte und vielschichtige Melodie unter einen Hut gebracht werden.

Da ich die früheren Releases der Band nicht kenne, vermag ich nicht, den Fortschritt zu beurteilen, den die fünf Herrschaften in den letzten Jahren an den Tag gelegt haben. Fakt ist aber: „Chasing Shadows“ klingt sehr ausgereift und routiniert. Erstaunlich eigentlich, dass man von diesen Franzosen noch nichts gehört hat. Denn ASIDE FROM A DAY spielen auf Augenhöhe mit den Genregrößen. Sollte man als Liebhaber von Postcore- und Experimental-Bands auf jeden Fall mal antesten!

17.11.2012

"Am Ende isses immer Arbeit."

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