Asmodi - Schattenwald

Review

Nach einem überragendem und sehr stimmungsvollen Intro mit Geflüster, sparsamer Perkussion und Didgeridoo-Klängen, welche wohl den konventionellen Black Metal-Rahmen leicht sprengen, markiert ein kraftvoller Ausruf, „Oden“, den eigentlichen Beginn der Platte von ASMODI. Das Quintett präsentiert Pagan Black Metal der kriegerischen Sorte, der stets auf Atmosphäre und Eindringlichkeit bedacht ist. „Schattenwald“, so der Titel dieser Debütscheibe ist dreifach gegliedert – „Intro“, „Interludium“ und „Epilog“ verleihen dem Album eine Art Rahmen und schaffen gleichzeitig einen Roten Faden, der dem Zuhörer hilft, die Platte als ganze Einheit zu begreifen. Es wird zwar nicht die ganze Zeit geprügelt, aber das Tempo ist schon ein wenig angezogen. Das Schlagwerk legt einiges vor, ist aber zu dezent und wird nur von der Gitarre, die wirklich solide und gelungene Riffs raushaut, an Klasse überboten. Einzig und allein der Gesang mundet nicht, denn dieser wirkt etwas monoton bzw. auswechselbar, dieser wird aber durch die vereinzelten Sprachparts aufgewertet. Nichtsdestotrotz ist das Gekreische sehr markdurchdringend und unheilvoll. Passend zum Gesang ist die Atmosphäre finster, aber die Stimmung mündet nicht in einer kopflosen Raserei. Die fünf Asmodisten aus Preetz (Schleswig-Holstein), die sich erst vor rund zwei Jahren zusammengerauft haben, beweisen, dass es um den deutschen Untergrund gar nicht so schlecht bestellt ist. Besonders lobenswert finde ich den Einsatz von deutschen Texten, die dem ersten akustischen Lebenszeichen der Band sichtlich gut tun. Wünschenswert wäre, wenn die Jungs die überragende Klasse der Zwischenstücke auf die gesamte Spiellänge des nächsten Outputs übertragen könnten, denn diese bilden leider das Herzstück der Scheibe und nicht, wie erhofft, die harschen Schwarzmetall-Klänge. Die Kaufempfehlung geht an all jene raus, die dem Untergrund frönen und auch sonst gerne kleinere Bands unterstützen. Interessenten sollten sich schnellstmöglich auf die Webpräsenz der Band begeben und eins der letzten 30 Exemplare der auf 150 Stück limitierten ersten Auflage der „Schattenwald“ käuflich erwerben.

24.10.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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